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Zusammenbruch des staatlichen Rechnungsprüfungsamtes: 23 Personen angeklagt, Korruptionsermittlungen ausgeweitet

BANGKOK. Die Behörden haben 23 Personen und Organisationen wegen des Einsturzes des neuen Gebäudes des Rechnungshofs formell angeklagt. Dies stellt eine deutliche Verschärfung der rechtlichen Schritte nach dem tödlichen Gebäudeeinsturz dar. Die Staatsanwaltschaft hat Anklagen wegen mutmaßlich rechtswidriger Planungs-, Bauaufsichts- und Baupraktiken sowie Urkundenfälschung erhoben. Weitere Korruptionsvorwürfe werden nun untersucht.

Das Büro des Generalrechnungsprüfers (OAG) bestätigte das Update am 27. Dezember 2025, nachdem das Gebäude am 28. März 2025 eingestürzt war. Der Vorfall löste zahlreiche Untersuchungen durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Aufsichtsbehörden aus und hatte weitreichende Auswirkungen auf die Aufsicht und Rechenschaftspflicht im öffentlichen Bauwesen.

Bei dem eingestürzten Gebäude handelte es sich um den neuen Hauptsitz der Generalstaatsanwaltschaft (OAG), der während der Bauphase einstürzte und Todesopfer forderte. Die OAG erklärte nach dem Vorfall, sie habe uneingeschränkt mit allen Ermittlungsbehörden kooperiert und Informationen sowie Beweismaterial zur Verfügung gestellt.

Zu diesen Gremien gehören Untersuchungsausschüsse, parlamentarische Ausschüsse und Unterausschüsse, Ermittler der Abteilung für Sonderermittlungen (DSI), der Nationalen Antikorruptionskommission (NACC) sowie Prüfer des Rechnungshofes. Ziel war es, Verantwortlichkeiten in den Bereichen Planung, Bau, Beschaffung und behördliche Aufsicht festzulegen.

Im Strafverfahren schlossen die Ermittler der Polizeistation Bang Sue ihre Untersuchung ab und übergaben den Fall an die Staatsanwaltschaft. Diese hat nun die Anklageerhebung gegen 23 Angeklagte, darunter juristische Personen und natürliche Personen, vor dem Strafgericht angeordnet.

Die Anklagepunkte beziehen sich auf die Planung, Kontrolle und Errichtung eines Gebäudes, das nicht den geltenden Normen entspricht, wodurch andere gefährdet und ein Todesfall verursacht wurde. Weitere Anklagepunkte umfassen die gemeinsame Fälschung und Verwendung gefälschter Dokumente gemäß den Paragraphen 33, 91, 227, 238, 264 und 268 des Strafgesetzbuches sowie Verstöße gegen das Bauaufsichtsgesetz von 1979 und das Gesetz über die öffentliche Beschaffung und Versorgung von 2017 sowie die entsprechenden ministeriellen Verordnungen.

 

Die Behörden haben 23 Personen und Organisationen wegen des Einsturzes des neuen Gebäudes des Rechnungshofs formell angeklagt. Dies stellt eine deutliche Verschärfung der rechtlichen Schritte nach dem tödlichen Gebäudeeinsturz dar. Die Staatsanwaltschaft hat Anklagen wegen mutmaßlich rechtswidriger Planungs-, Bauaufsichts- und Baupraktiken sowie Urkundenfälschung erhoben. Weitere Korruptionsvorwürfe werden nun untersucht.

 

Unabhängig davon hat die DSI Verstöße gegen das Gesetz über ausländische Unternehmen von 1999 untersucht und Fälle mit einer Empfehlung zur Strafverfolgung an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet. Die DSI hat außerdem mutmaßliche Absprachen bei Ausschreibungen gemäß dem Gesetz über Straftaten im Zusammenhang mit der Einreichung von Angeboten an staatliche Stellen von 1999 geprüft.

Vorwürfe, dass Staatsbeamte Korruption oder Amtsmissbrauch begangen haben könnten, fallen in die Zuständigkeit der NACC. Die DSI hat diese Angelegenheiten daher zur Untersuchung und Entscheidung an die NACC weitergeleitet.

Matichon berichtete, dass die nächsten Schritte Gerichtsverfahren gegen die Angeklagten sowie parallele Ermittlungen der Antikorruptionsbehörden umfassen. Die Ergebnisse dieser Verfahren werden voraussichtlich die künftige Durchsetzung und Überwachung öffentlicher Bauprojekte prägen.

Wichtigste Erkenntnisse

 

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