BANGKOK. Eine Thailänderin ist in Südkorea gestorben, nachdem sie mutmaßlich von ihrem Freund geschlagen worden war.Ihr vierjähriger Sohn ist nun mutterlos, und ihre Familie in Thailand kann sich die Überführung ihres Leichnams nicht leisten. Der Vorfall ereignete sich am 11. Februar 2026 in Mokpo, wo die Frau als Tagelöhnerin arbeitete. Die südkoreanische Polizei hat den Verdächtigen festgenommen und bestätigt, dass sie an den Folgen schwerer Körperverletzung gestorben ist.
Das Opfer, Frau Sunanta, genannt „Nong Taew“, war Anfang 30 und stammte ursprünglich aus dem Bezirk O Lo in der Provinz Chaiyaphum. Die alleinerziehende Mutter war nach Südkorea gereist, um dort als Gelegenheitsarbeiterin ihren kleinen Sohn und ihre Familie, die in Armut lebte, zu unterstützen. Später lebte sie mit ihrem thailändischen Freund, Herrn Sak, zusammen; das Paar bewohnte etwa ein Jahr lang ein Zimmer in einem Studentenwohnheim.
Laut Berichten auf der Facebook-Seite „Thep Thewada Mac“ war Herr Sak starker Trinker und soll Frau Sunanta im betrunkenen Zustand angegriffen haben. Nachbarn berichteten von wiederholten Vorfällen, bei denen sie geschlagen, geboxt und getreten wurde, bis sie das Bewusstsein verlor. Trotz der Empfehlung, sich von ihm zu trennen, blieb sie Berichten zufolge aufgrund emotionaler Bindung und mangels Alternativen in der Beziehung.
In der Nacht zum 11. Februar soll Herr Sak stark alkoholisiert gewesen sein und sie erneut angegriffen haben, indem er sie mit Fäusten, Knien und Ellbogen schlug. Da er glaubte, sie sei wie schon zuvor nur ohnmächtig geworden, legte er sich Berichten zufolge neben sie zum Schlafen. Am nächsten Morgen fand er sie leblos vor; ihr Körper war steif und voller blauer Flecken. Krankenhausmitarbeiter bestätigten später, dass sie an den Folgen schwerer Körperverletzung und innerer Verletzungen gestorben war.
Die südkoreanischen Behörden haben Herrn Sak wegen fahrlässiger Tötung festgenommen und leiten ein Gerichtsverfahren ein. Die Mutter des Opfers in Chaiyaphum gab an, nicht über die finanziellen Mittel für die Überführung des Leichnams ihrer Tochter zu verfügen. Die Familie erwägt eine Einäscherung in Südkorea, da die Überführung nach Thailand zwischen 200.000 und 300.000 Baht kosten würde, und plant, lediglich die Asche ihrer Tochter zurückzugeben.
Der Fall hat die Aufmerksamkeit auf die prekäre Lage thailändischer Gastarbeiter in Südkorea gelenkt, insbesondere jener ohne legalen Aufenthaltsstatus, die aus Angst vor Missbrauchsfällen diesen nicht melden. Er verdeutlicht zudem die Problematik häuslicher Gewalt in thailändischen Gemeinschaften im Ausland, wo solche Vorfälle oft als Privatsache betrachtet werden.
Komchadluek berichtete, dass die weiteren rechtlichen Schritte gegen den Verdächtigen nach südkoreanischem Recht fortgesetzt werden. Die Angehörigen besprechen derzeit die Einzelheiten der Einäscherung und der Rückführung der Asche.
Wichtigste Erkenntnisse
- Eine Thailänderin aus Chaiyaphum starb am 11. Februar nach mutmaßlichen wiederholten Übergriffen durch ihren Freund in Mokpo, Südkorea.
- Der Verdächtige, Herr Sak, wurde wegen Körperverletzung mit Todesfolge festgenommen.
- Die Familie des Opfers kann sich die Rückführungskosten von 200.000 bis 300.000 Baht nicht leisten und plant daher eine Einäscherung in Südkorea.
- Quelle: ASEAN Now, Komchadluek