BANGKOK. Thailand belegt weltweit den neunten Platz bei Online-Betrugsverlusten. Bis 2025 werden Verluste von über 27 Milliarden Baht erwartet, wobei die Opfer durchschnittlich 37.000 Baht pro Person verlieren. Die thailändische Nationale Cybersicherheitsbehörde (NCSA) warnt davor, dass Cyberkriminalität bis 2026 komplexer werden wird, insbesondere durch den Einsatz von KI-gestützter Deepfake-Technologie. Die Behörden betonen, dass die Bedrohung mittlerweile Privatpersonen, Unternehmen und die gesamte Wirtschaft betrifft.
Laut dem Globalen Risikobericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zählen Datenmissbrauch, Cyberangriffe und Online-Betrug zu den größten globalen Risiken. Rasante Fortschritte im Bereich der künstlichen Intelligenz und die weltweit fragile Wirtschaftslage verschärfen diese Bedrohungen. Im Jahr 2025 überstiegen die weltweiten Verluste durch Cyberkriminalität 55 Milliarden US-Dollar.
Gängige Betrugsmethoden umfassen Phishing-E-Mails und gefälschte Websites, die Nutzung illegaler Software oder Plattformen zum Datendiebstahl, Liebesbetrug und den Diebstahl von Benutzernamen und Passwörtern über betrügerische Plattformen. Thailand liegt mit seinen Verlusten weltweit an neunter Stelle hinsichtlich des Schadens durch Online-Betrug. Anlagebetrug stellt weiterhin eine erhebliche Ursache für finanzielle Schäden dar.
Luftmarschall Amorn Chomchoey, Generalsekretär der Nationalen Cybersicherheitsbehörde (NCSA), erklärte, Betrugsmethoden würden immer raffinierter. Er warnte davor, dass Kriminelle nun KI und Deepfake-Technologien einsetzen, um Identitäten, Stimmen und Bilder zu fälschen und Betrugsmaschen dadurch überzeugender zu gestalten. Er rief dazu auf, nicht nur bei verdächtigen Links oder E-Mails vorsichtig zu sein, sondern auch wachsam gegenüber Technologien, die reale Personen oder Organisationen überzeugend imitieren können, um Geld zu erpressen oder persönliche Daten zu stehlen.
Die Strafverfolgungsbehörden haben zudem festgestellt, dass Kriminelle fortschrittliche Technologien mit Erkenntnissen über das Nutzerverhalten kombinieren, um ihre Opfer gezielter anzugreifen. Das bedeutet, dass selbst Menschen mit durchschnittlichen digitalen Kenntnissen getäuscht werden können. Experten prognostizieren eine Zunahme von Cyberbedrohungen im Jahr 2026.
Cybersicherheitsexperten zufolge agiert KI mittlerweile sowohl als Angreifer als auch als Verteidiger und automatisiert Angriffe, deren Erkennung und Reaktion, wodurch Geschwindigkeit und Komplexität zunehmen. Das Konzept von Zero Trust und Identity-First-Sicherheit wird voraussichtlich eine zentrale Rolle spielen und eine Identitätsprüfung in jeder Phase des Systemzugriffs erfordern. Auch Deepfake-Imitationen und Ransomware-Angriffe werden voraussichtlich immer ausgefeilter, sodass Unternehmen ihre Präventions-, Erkennungs- und Wiederherstellungspläne verstärken müssen.
Die Daily News berichtete, dass die Behörden betonen, dass die Prävention von Cyberkriminalität an der Quelle ansetzen muss. Dies umfasst die Blockierung von Kommunikationskanälen, die von Betrügern genutzt werden, die Reduzierung von Möglichkeiten für betrügerische Kontaktaufnahme, die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für digitale Themen und die Gewährleistung der Einhaltung von Cybersicherheitsgesetzen vom Systemdesign bis zum Betrieb.
Wichtigste Erkenntnisse
- Thailand verlor im Jahr 2025 mehr als 27 Milliarden Baht durch Online-Betrug und belegt damit weltweit den neunten Platz.
- Künstliche Intelligenz und Deepfake-Technologien machen Betrugsmaschen immer raffinierter und schwieriger zu erkennen.
- Experten warnen davor, dass Zero-Trust-Sicherheit und stärkere Präventionsmaßnahmen im Jahr 2026 von entscheidender Bedeutung sein werden.
- Quelle: ASEAN Now, Dailynews