PATTAYA. Ein mutmaßlich chinesischer Ausländer wurde am Morgen des 5. März 2026 unter verdächtigen Umständen in der Nähe einer Bahnstrecke in Patttaya, Chonburi, tot aufgefunden. Die Leiche wies Spuren von Misshandlung und möglicher Folter auf. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, um die Identität des Opfers und die Todesursache zu klären.
Die Polizei wurde gegen 9:30 Uhr alarmiert, nachdem die Leiche neben der Bahntrasse, im wegen Bauarbeiten gesperrten Abschnitt kurz hinter der Kreuzung Soi Khao Talo, gefunden worden war. Zu den Einsatzkräften gehörten Ermittler der Polizeistation Bang Lamung, Gerichtsmediziner der Kriminaltechnischen Abteilung 2 der Polizei von Chonburi, ein diensthabender Arzt und Rettungskräfte der Sawang Boriboon Pattaya Foundation.
Das Opfer wurde in einem Motorradparkplatz neben der Bahntrasse gefunden, der von Hotelangestellten genutzt wurde. Er wurde als asiatischer Mann im Alter von etwa 30 bis 40 Jahren mit ostasiatischen Gesichtszügen beschrieben, vermutlich chinesischer Herkunft. Sein Körper hing an einem cremefarbenen Nylonseil, das an einem Dachbalken befestigt war.
Die Ermittler stellten fest, dass der Leichnam des Opfers stand, beide Knie leicht angewinkelt und die linke Hand in der Nähe der Schlinge erhoben. Er trug ein blaues Rundhalshemd mit dem englischen Aufdruck „ARAS“ auf dem Rücken, eine schwarz-weiße Hose mit Elefantenmuster und weiße Schuhe. Unter seinen Füßen lagen zwei Asphaltstücke.
Die Polizei vor Ort schätzte, dass der Mann zum Zeitpunkt seines Auffindens bereits sechs bis zwölf Stunden tot war. Bei der Leiche wurden keine Ausweispapiere gefunden. In seiner rechten Hosentasche befanden sich jedoch ein Feuerzeug, ein Stift und drei handgeschriebene chinesische Briefe.
Den Briefen zufolge entschuldigte sich der Mann bei seiner Familie und bat darum, die Botschaft zu kontaktieren, damit seine Eltern benachrichtigt und sein Leichnam nach Hause überführt werden könne. In einer Nachricht hieß es angeblich: „Ich entschuldige mich bei meiner Familie. Bitte kontaktieren Sie die Botschaft und meine Eltern und helfen Sie mir, nach Hause zurückzukehren.“
Die erste gerichtsmedizinische Untersuchung ergab großflächige Blutergüsse am gesamten Körper des Opfers, von Kopf bis Fuß. Sein Gesicht war geschwollen, und an beiden Beinen befanden sich zahlreiche dunkle Flecken, die Verletzungen durch Stromschläge ähnelten. Am Rücken wurden zudem mehrere brandähnliche Wunden festgestellt, die Verletzungen durch heiße Gegenstände ähnelten.
Gerichtsmediziner und medizinisches Personal gehen davon aus, dass die Verletzungen zwei bis drei Tage vor dem Tod des Mannes zugefügt wurden. Die Ermittler prüfen daher, ob der Tod vorgetäuscht war oder mit früheren Gewalttaten in Zusammenhang steht.
Die Leiche wurde zuerst von dem 41-jährigen Ekphoj Nundee entdeckt, einem Wassertransporterfahrer, der für ein Bauunternehmen arbeitete, das die nahegelegene Straße reparierte. Er gab an, er habe gerade Wasser versprüht, um den Staub zu binden, als er sein Fahrzeug wendete und die Leiche im Unterstand hängen sah. Daraufhin alarmierte er sofort die Polizei.
Polizeibeamte, Spurensicherungsteams und Kriminalbeamte haben inzwischen mit der Beweissicherung am Tatort begonnen. Die Behörden werten außerdem Aufnahmen von Überwachungskameras aus der Umgebung aus und befragen Zeugen, um das Opfer zu identifizieren und die Umstände seines Todes zu klären.
ThaiRath berichtete, dass die Leiche zur Durchführung einer detaillierten Autopsie in das Institut für Rechtsmedizin des Polizeikrankenhauses überführt wird. Die Ermittler gaben an, dass die Ergebnisse entscheidend sein werden, um die tatsächliche Todesursache zu klären und zu entscheiden, ob strafrechtliche Anklage erhoben wird.
- Quelle: ASEAN Now, Thairath