ThailandTIP

Jugendkriminalität im Zusammenhang mit Drogen

BANGKOK. Warum werden bei der Drogenprävention gemeinschaftsbasierte Lösungen gegenüber Verhaftungen bevorzugt?

Der Drogenmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen hat ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht: Mehr als die Hälfte aller neuen Jugendstrafverfahren stehen im Zusammenhang mit Drogen, was zu Forderungen nach stärkeren Präventionsmaßnahmen und gemeindenahen Lösungen führt.

Die Warnung wurde kürzlich auf einem politischen Forum in Chiang Mai ausgesprochen, das von der Substance Abuse Academic Centre Foundation (SAAF) und dem Northern Substance Abuse Academic Centre der Universität Chiang Mai mit Unterstützung der Thai Health Promotion Foundation (ThaiHealth) organisiert wurde.

 

Der Drogenmissbrauch unter Kindern und Jugendlichen hat ein besorgniserregendes Ausmaß erreicht: Mehr als die Hälfte aller neuen Jugendstrafverfahren stehen im Zusammenhang mit Drogen, was zu Forderungen nach stärkeren Präventionsmaßnahmen und gemeindenahen Lösungen führt.

Im Jahr 2020 wurde ein Theaterstück aufgeführt, um auf die Probleme junger Menschen aufmerksam zu machen, die von Online-Glücksspiel, Drogenabhängigkeit, Alkoholmissbrauch und sexueller Belästigung betroffen sind. Die Aufführung fand anlässlich des Nationalen Jugendtags in Thailand am 20. September statt. (Foto: Somchai Poomlard)

 

Kittichai Lueakuakul, ein Mitglied des Stiftungskomitees, zitierte Daten des Jugendamtes aus dem Jahr 2026, wonach 7.041 von 13.741 neuen Jugendstrafverfahren Drogendelikte betrafen, was 51,24 % aller Fälle ausmachte. Er bezeichnete die Zahlen als Beleg für eine wachsende Krise unter jungen Menschen.

Das Problem werde noch verschärft durch die sinkenden Preise für Methamphetamin, das mittlerweile für nur noch 30 bis 50 Baht pro Tablette verkauft werde, wodurch es billiger sei als viele Mahlzeiten und für Kinder und Jugendliche immer leichter zugänglich werde, sagte er.

Die Teilnehmer des Forums betonten, dass Prävention die Grundlage nationaler Anti-Drogen-Bemühungen bilden müsse.

Watcharapong Phumchuen, Leiter der Stiftung, sagte, Drogenmissbrauch sei eng mit komplexen sozialen Strukturen, wirtschaftlichem Druck und dem sozialen Umfeld verknüpft.

Er sagte, langfristige Lösungen könnten sich nicht allein auf Verhaftungen und Strafverfolgung stützen, sondern erforderten eine stärkere Beteiligung der Gemeinschaft, ein größeres öffentliches Bewusstsein und Maßnahmen zur Verringerung der Möglichkeiten für junge Menschen, Zugang zu Drogen zu erhalten.

Es sei ebenso wichtig, die Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen zu stärken, bevor sie mit Drogen in Kontakt kommen, fügte er hinzu.

Das Forum präsentierte fünf Fallstudien als mögliche politische Optionen. Dazu gehörte eine Studie zum Zugang von Minderjährigen zu E-Zigaretten in Chiang Mai.

 

Die mobile Version verlassen