MANILA. Die philippinischen Behörden haben über tausend Menschen aus mehreren asiatischen Ländern gerettet, die ins Land geschmuggelt, gefangen gehalten und dazu gezwungen wurden, Online-Betrug durchzuführen, sagte ein Beamter heute am Samstag (6. Mai).
Die internationale Beunruhigung hat in den letzten Monaten über Internetbetrug in der Region zugenommen, der oft von Menschenhandelsopfern besetzt ist, die dazu verleitet oder gezwungen werden, gefälschte Krypto Investitionen zu fördern.
Michelle Sabino, eine Sprecherin der Anti-Cybercrime-Gruppe der Philippine Nationalpolizei, sagte, Beamte hätten am Donnerstag eine Gruppe von Gebäuden in der Stadt Mabalacat, etwa 90 Kilometer nördlich von Manila, durchsucht.
Insgesamt wurden bei der Aktion 1.090 Menschen gerettet.
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Sabino sagte, die Opfer seien gezwungen worden, ahnungslose Menschen in den Vereinigten Staaten, Europa und Kanada anzugreifen. Ihre Pässe wurden beschlagnahmt und sie mussten bis zu 18 Stunden am Tag arbeiten, mit Gehaltsabzügen für den Kontakt mit Kollegen oder längere Pausen.
„Du bist wie ein Gefangener ohne Zelle. Es ist genauso, sie dürfen nicht einmal mit Ihren Mitbewohnern sprechen“, sagte Sabino der Nachrichtenagentur AFP.
„Dies ist der Tag der Grenzen. Sie dürfen ihren Platz nicht verlassen. Nach 18 Stunden Arbeit werden sie wieder zurück in ihr Wohnheim gebracht.“
Die Opfer waren hauptsächlich chinesische Staatsangehörige, Vietnamesen, Filipinos und Indonesier, teilte die Polizei in einer separaten Erklärung mit.
Die Behörden retteten dabei auch Menschen aus Thailand, Malaysia, Taiwan, Myanmar, Hongkong und Nepal.
Sabino sagte, die Arbeiter wurden dazu trainiert, Fremde zu verleiten, Kryptowährung zu Kaufen oder Geld und die Bankkonten einzuzahlen, nachdem sie vorgetäuschte Liebesbeziehungen aufgebaut hatten.
„Sie werden gemeinsam dazu aufgefordert, ein Versprechen auf eine gute Zukunft aufbauen. Last uns ein Haus kaufen, ein Auto kaufen, Geld investieren oder zusammen Geschäfte machen“, sagte sie.
Mindestens 12 verschiedene Arten von Rädelsführer des Systems wurden festgenommen und sollen wegen Menschenhandels angeklagt werden. Darunter sind viele chinesische Staatsangehörige, sowie Indonesier und Malaysier, sagte Sabino.
Sabino sagte auch, der Polizeieinsatz war das Ergebnis einer Bitte des indonesischen Botschafters in Manila, um den Staatsangehörigen Hilfe zu geben.
Letzten Monat warnte die philippinische Senatorin Risa Hontiveros, dass „Betrugs-Callcenter“ aus den Philippinen tätig seien und Ausländer beschäftigten, die in das Land geschmuggelt worden seien.
- Quelle: Bangkok Post