BANGKOK. Die meisten Stimmenkaufberichte, die am Sonntag bei der Wahlkommission (EC) eingingen, stammten aus Bangkok, das von allen Provinzen die meisten Wahlkreise hat, sagte das Wahlgremium.
Allerdings sei die Zahl der umfragebedingten Verstöße geringer als bei früheren Umfragen, hieß es.
EU-Generalsekretär Sawaeng Boonmee sagte, die Kommission habe am Sonntag 163 Beschwerden erhalten, von denen sich 58 auf Stimmenkauf, 55 auf Betrug und 17 auf Machtmissbrauch durch Staatsbeamte, die die Wahlen überwachten, betrafen.
In vielen Regionen seien Vorfälle des Stimmenkaufs gemeldet worden, die meisten davon jedoch in Bangkok, sagte er.
Nach den Angaben des nationalen Polizeichefs, Polizeigeneral Damrongsak Kittiprapas, waren über 150.000 Beamte im Einsatz, um gestern (Sonntag) in 94.737 Wahllokalen im ganzen Land Frieden und Ordnung aufrechtzuerhalten.
In den letzten zwei bis drei Tagen wurden mindestens drei Personen wegen Stimmenkaufs angeklagt. Polizeibeamte ermitteln auch wegen Vandalismus an Wahlkampfbannern, sagte er.
Der stellvertretende nationale Polizeichef und Leiter des Wahlverwaltungszentrums der Königlich Thailändischen Polizei, Polizeigeneral Roy Inkapairoj, sagte, die meisten beim Zentrum eingegangenen Beschwerden beträfen die Zerstörung von Wahlkampfbannern.
Allerdings sei die Zahl der umfragebedingten Verstöße geringer als bei früheren Umfragen, hieß es.
Laut Polizei Generalleutnant Nithithorn Chintakanon, dem Sprecher des Zentrums, wurden im Wahlkampfzeitraum über 1.000 Banner von Kandidaten zerstört.
Am Samstagabend kam es in Kanchanaburi zu einem Anstieg der Beschwerden wegen Stimmenkaufs, während die örtliche Polizei in Ayutthaya über genügend Beweise verfügt, um mehrere Personen wegen Stimmenkaufs anzuklagen.
Unterdessen sagte der ehemalige Politiker und Whistleblower Chuvit Kamolvisit, dass in Ayutthaya, Chon Buri, Pathum Thani, Songkhla und Yala mindestens 100 Menschen jeweils 500 Baht an die Dorfbewohner verteilt hätten, um ihre Stimmen zu kaufen. Es ist unklar, welche Beweise er für seine Behauptungen hat.
- Quelle: Bangkok Post