BANGKOK. Fotos von Schulessen, die eher wie Reste aussehen, haben in Thailand in den sozialen Medien für Empörung gesorgt und erneut Fragen zur Qualität der Mittagsmenüs in thailändischen Schulen aufgeworfen.
Auf einer Facebook-Seite namens „Mai-chub-kub-Banjong“ wurden die Fotos eines Elternteils erneut veröffentlicht, die zeigen, was Fünftklässler einer Privatschule im Bangkoker Stadtteil Don Mueang jeden Tag zu Mittag essen mussten.
In dem Beitrag heißt es, dass einer der Schüler die Bilder aufgenommen und an seine Eltern geschickt habe, was diese schockiert habe, da sie fast 30.000 Baht pro Semester für die Studiengebühren zahlten, darunter 3.000 Baht für das Schulessen. Obwohl sie so viel Geld ausgegeben hatten, bekamen ihre Kinder am Ende nur minimale Portionen Reis und Chicken Nuggets oder Reis mit Würstchen.
Zum Zeitpunkt dieses Berichts wurde der Facebook Beitrag bereits über 6.000 Mal geteilt.
In dem Beitrag wurde auch darauf hingewiesen, dass das thailändische Kabinett im vergangenen Jahr das Budget für Schulessen in allen Grundschulen Thailands erhöht habe, während Privatschulen von den Eltern einen Aufpreis verlangten. Dies hat weitere Fragen zur Qualität des Essens aufgeworfen, das jungen Studenten serviert wird.
Auf einer Facebook-Seite namens „Mai-chub-kub-Banjong“ wurden die Fotos eines Elternteils erneut veröffentlicht, die zeigen, was Fünftklässler einer Privatschule im Bangkoker Stadtteil Don Mueang jeden Tag zu Mittag essen mussten
Der Beitrag beklagte sich auch darüber, dass, wenn Beamte des Bildungsministeriums eine Schule besuchen und Reporter vor Ort sind, das Mittagsmenü oft als köstlich und mit einer großen Auswahl an Optionen präsentiert wird, was im Gegensatz zu dem steht, was sie an anderen Tagen erleben. In dem Beitrag hieß es auch, dass die Eltern ihre Bedenken bereits gegenüber den Lehrern geäußert hätten, sich aber nichts verbessert habe.
Budgets für Schulessen sind in ländlichen Schulen in ganz Thailand seit langem ein Problem, da sich die Qualität der Lebensmittel verschlechtert und es bei kleinen Kindern zu Unterernährung kommt.
Im Jahr 2019 wurde ein Schulleiter in der südlichen Provinz Surat Thani in Thailand wegen eines viralen Clips entlassen, in dem Schüler Reisnudeln mit Fischsoße zum Mittagessen in der Schule aßen. Zwei Jahre später wurde der Direktor wegen seiner Beteiligung an Korruption im Zusammenhang mit der Finanzierung des Schulessens zu 192 Jahren Gefängnis verurteilt.
- Quelle: Thai PBS World