BANGKOK. Online-Shopping-Betrug ist zwar nach wie vor die häufigste Straftat, verursacht aber pro Opfer einen geringeren Schaden, berichten die lokalen Medien. Die Betrugsbeschwerden beim Online Shopping sind „rückläufig“.
Das Anti-Cyber-Scam-Zentrum (ACSC) hat in seinem jüngsten Wochenbericht einen Rückgang der Online-Betrugsfälle insgesamt gemeldet, warnte jedoch davor, dass Anlagebetrug stark zugenommen habe und nun die Hauptursache für finanzielle Verluste sei, wobei der Schaden 123 Millionen Baht übersteige.
Die Zahlen wurden am Montag unter der Aufsicht von Pol Gen Thana Chuwong, stellvertretender nationaler Polizeichef und Direktor des Zentrums, und Pol Lt Gen Jirabhop Bhuridej, stellvertretender nationaler Polizeichef und stellvertretender Direktor des Zentrums, veröffentlicht.
Zwischen dem 15. und 21. Februar gingen bei den Behörden über das Online-System der thailändischen Polizei 6.736 Anzeigen ein, deren Gesamtschaden sich auf 429,3 Millionen Baht belief. Im Vergleich zur Vorwoche (8. bis 14. Februar) sank die Anzahl der Fälle um 551, während die finanziellen Verluste um mehr als 70,6 Millionen Baht zurückgingen.
Analysten beschrieben den Gesamttrend als eine deutliche Verbesserung und als eine der statistisch positivsten Wochen der letzten Monate.
Nach Volumen
Online-ShoppingBetrug blieb die häufigste Straftat und machte 70,1 % der gemeldeten Fälle aus. Laut Polizeiangaben geht es bei den Betrügereien in der Regel um relativ geringe Summen pro Opfer, doch betrifft dies breite Bevölkerungsschichten.
Die zweithäufigste Kategorie umfasste betrügerische Angebote, die im Austausch für Vorauszahlungen ein zusätzliches Einkommen versprachen, gefolgt von telefonischen Drohungen und Einschüchterungsversuchen.
Gemessen am finanziellen Schaden rangierten Anlagebetrügereien über Computersysteme an erster Stelle. Die Verluste durch solche Betrügereien stiegen sprunghaft von 93 Millionen Baht in der Vorwoche auf 123 Millionen Baht. Betrugsfälle im Zusammenhang mit berufsbedingten Versetzungen belegten den zweiten Platz, während Online-Shopping-Betrug den dritten Platz einnahm.
Die Behörden riefen die Öffentlichkeit dazu auf, alle Investitionsmöglichkeiten vor Geldtransfers mithilfe der von der thailändischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (SEC) bereitgestellten Anwendung „SEC Check First“ zu überprüfen. Beamte betonten, dass der Name des Empfängerkontos exakt mit dem Namen des lizenzierten Unternehmens übereinstimmen müsse, und warnten davor, dass Überweisungen auf Privatkonten ein klares Anzeichen für Betrug seien. Häufige Änderungen an Firmenkonten wurden ebenfalls als deutliche Warnsignale genannt.
Die Polizei warnte zudem vor gefälschten mobilen Anwendungen, die offizielle Plattformen imitieren, und wies darauf hin, dass das Herunterladen von Apps aus App-Stores nicht immer deren Echtheit garantiert.
Die Auswertung der Daten ergab, dass Frauen häufiger Opfer wurden als Männer, wobei die Altersgruppe der 31- bis 40-Jährigen am stärksten betroffen war.
- Quelle: Bangkok Post