BANGKOK. Ein japanischer Influencer, in Thailand als Ryota bekannt, hat nach einer Kontroverse in den sozialen Medien um Instantnudeln in Supermärkten die thailändischen Gepflogenheiten verteidigt und sowohl die thailändischen Umgangsformen als auch die Filialen von 7-Eleven in Thailand gelobt. Seine Kommentare erfolgten auf Kritik einiger japanischer Nutzer, die das Hinzufügen von heißem Wasser vor dem Bezahlen als unangemessen empfanden. Die Reaktion des Influencers trug dazu bei, die Online-Debatte auszubalancieren und kulturelle Unterschiede hervorzuheben.
Der Skandal kam letzte Woche auf, als in japanischen sozialen Medien ein Video kursierte, das einen thailändischen Touristen zeigte, der in einem japanischen Supermarkt heißes Wasser in eine Tasse Instantnudeln goss, bevor er bezahlte. Der Vorfall löste heftige Reaktionen aus. Viele japanische Nutzer kritisierten das Verhalten als unhöflich und möglicherweise rechtswidrig, da unbezahlte Waren ihrer Ansicht nach Eigentum des Ladens bleiben. Einige forderten sogar ein Reiseverbot zwischen den beiden Ländern.
Die Kritik stieß jedoch auf Gegenargumente von thailändischen und japanischen Nutzern, die erklärten, das Verhalten spiegele unterschiedliche kulturelle Normen wider und nicht etwa böse Absicht. In Thailand ist es üblich, in Supermärkten vor dem Bezahlen heißes Wasser nachzufüllen. Befürworter betonten, man solle das Verhalten nicht vorschnell verurteilen, ohne die lokalen Gepflogenheiten zu kennen.
In einem Video, das am 1. April 2026 veröffentlicht wurde, bedauerte Ryota aus Thailand, dass einige Japaner sich im Zusammenhang mit dem Vorfall negativ über Thailand geäußert hatten. Er erklärte, dass viele Japaner die Thailänder verstünden und unterstützten, und fügte hinzu, dass Thailänder allgemein als höflich und großzügig gelten. Er teilte auch seine persönlichen Erfahrungen, wie er von Thailändern freundlich korrigiert wurde, wenn er Fehler machte.
Der Influencer lobte die thailändischen 7-Eleven-Filialen und bezeichnete sie als die besten. Sein auf Japanisch gehaltenes Video zielte darauf ab, den kulturellen Kontext zu erklären und die Spannungen zwischen beiden Seiten abzubauen. Viele Internetnutzer, die sich eine ausgewogenere Sichtweise wünschten, begrüßten die Reaktion.
Manager Online berichtete, dass die Diskussion wahrscheinlich anhalten wird, da Nutzer sozialer Medien über kulturelle Unterschiede im Alltagsverhalten nachdenken. Der Vorfall hat die Bedeutung interkulturellen Verständnisses unterstrichen, insbesondere im Tourismus, wo Normen stark variieren können.
- Quelle: ASEAN Now, MGRonline