PHUKET. Die Touristenpolizei in Phuket hat die Kontrollen von Ausländern, die gegen die Einwanderungsbestimmungen verstoßen, verstärkt. Dies führte zur Festnahme zweier Männer, die sich seit mehr als zwei Jahren illegal in Thailand aufhielten. Die Beamten nutzten ein KI-gestütztes Gesichtserkennungssystem, das mit einer zentralen Einwanderungsdatenbank verknüpft ist, um die Verdächtigen in Echtzeit zu identifizieren.
Die beiden Männer, Ousmane Kon und Clinton Ekechukwu, wurden festgenommen, nachdem sie vom KI-Kamerasystem als mutmaßliche Einwanderungsverstöße identifiziert worden waren. Laut den Behörden hatte der Nigerianer sein Visum um 877 Tage überzogen, während sich der ivorische Staatsbürger 739 Tage illegal im Land aufhielt.
Die Polizei bestätigte, dass gegen beide Männer Anklage wegen illegalen Aufenthalts in Thailand erhoben wurde. Nach der Bearbeitung ihrer Fälle werden sie den zuständigen Polizeibehörden übergeben, bevor das Ausweisungsverfahren eingeleitet wird.
Die Operation ist Teil eines umfassenderen Vorgehens gegen Personen, die ihr Visum überzogen haben, und gegen Ausländer, die in wichtigen Touristenzentren gegen thailändisches Recht verstoßen. In Phuket, einem der verkehrsreichsten Tourismuszentren Thailands, setzen die Behörden verstärkt auf Technologie, um Verdächtige zu überwachen und zu verfolgen.
Laut offiziellen Angaben ist das KI-Kamerasystem direkt mit einer zentralen Regierungsdatenbank verbunden. Die Technologie ermöglicht es Beamten, gesuchte Personen und Verstöße gegen das Einwanderungsrecht durch Gesichtserkennung im öffentlichen Raum sofort zu identifizieren.
Die Behörden gehen davon aus, dass der Einsatz von KI-Systemen die Effizienz der Polizeiarbeit verbessern und die Sicherheit in Touristengebieten erhöhen wird. Das System soll zudem die Einreisekontrolle unterstützen, da Thailand weiterhin viele internationale Besucher empfängt.
Die Verhaftungen verdeutlichen Thailands zunehmende Abhängigkeit von Überwachungstechnologie bei Polizeiarbeit und der Durchsetzung der Einwanderungsbestimmungen. Menschenrechtsgruppen und Datenschützer in mehreren Ländern hatten bereits Bedenken hinsichtlich der Gesichtserkennungstechnologie geäußert, obwohl die thailändischen Behörden die Systeme für die öffentliche Sicherheit und Verbrechensbekämpfung als notwendig erachten. Laut thailändischen Behörden bleiben beide Männer bis zum Abschluss der Gerichtsverfahren und der Abschiebungsverfahren in Haft.
- Quelle: ASEAN Now, Phuketinsta