BANGKOK. Der Güterzug, der am Samstagnachmittag in Bangkok einen Passagierbus rammte und acht Menschen tötete sowie viele weitere verletzte, verstieß gegen das Verbot, tagsüber nach Bangkok einzufahren, so der stellvertretende Verkehrsminister Siripong Angkasakulkiat.
Herr Siripong erklärte am Dienstagmorgen gegenüber Chula Radio, dass eine Eisenbahnverordnung den Güterverkehr in Bangkok zwischen 5 und 21 Uhr untersagt. Der Zug der Strecke Laem Chabang-Bang Sue, der mit dem Personenbus kollidierte, verstieß gegen dieses Verbot.
Der stellvertretende Verkehrsminister erklärte, dass Güterzüge in Bangkok zwischen 21:00 und 5:00 Uhr verkehren könnten. Der kollidierte Zug sollte planmäßig um Mitternacht den Hafen von Laem Chabang in Chon Buri verlassen.
Starker Verkehr wie üblich am Montag am Bahnübergang der Asok-Din Daeng Road, wo sich am Montag der tödliche Unfall ereignete. (Foto: Pattarapong Chatpattarasill)
„Ich gehe davon aus, dass die Vorschrift nicht strikt durchgesetzt wurde, da die Abfahrt des Zuges sich um 900 Minuten [15 Stunden] verzögerte. Er fuhr stattdessen tagsüber. Das ist nicht zulässig“, sagte Herr Siripong.
Beamte hätten ihm mitgeteilt, dass die Regelung nicht ausreichend betont worden sei. Das Verkehrsministerium wiederhole die Anweisung nun ausdrücklich, sagte er.
„Wenn Güterzüge Verspätung haben, müssen sie bis zur Wiederaufnahme des Betriebs in der Nacht warten“, sagte Herr Siripong.
Das Verkehrsministerium habe Disziplinarmaßnahmen gegen den Güterzugführer und den beteiligten Bahnübergangswärter eingeleitet, sagte er. Der Lokführer sei vom Dienst suspendiert worden und werde zudem wegen Drogenmissbrauchs angeklagt.
Der Bahnübergangswärter und der Lokführer des Zuges wurden bis zum Abschluss der weiteren Ermittlungen auf Tätigkeiten außerhalb des Zugbetriebs versetzt.
Das Verkehrsministerium hatte unterdessen auch Drogentests für alle Bus- und Zugfahrer angeordnet.
Die Zug- und Busfahrer sowie der Bahnübergangswärter wurden von der Polizei wegen fahrlässiger Tötung und Körperverletzung angeklagt.
Das tragische Unglück ereignete sich am Samstagnachmittag an einem Bahnübergang der Asok-Din Daeng Straße im Bezirk Huai Khwang in Bangkok.
Ein Güterzug kollidierte mit einem Reisebus , der aufgrund starken Verkehrs am Bahnübergang angehalten hatte. Die Schranken waren nicht aktiviert.
Acht Menschen starben und 30 weitere wurden verletzt. Der Bus ging in Flammen auf. Vier Autos und 15 Motorräder wurden ebenfalls beschädigt.
- Quelle: Bangkok Post