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Israelisch-thailändische Firmen stehen im Fokus der Koh-Phangan-Ermittlungen

SURAT THANI. Die thailändischen Behörden bereiten eine Untersuchung der Geschäftsunterlagen israelischer Staatsangehöriger vor, die die thailändische Staatsbürgerschaft erhalten haben, nachdem Bedenken hinsichtlich mutmaßlicher Strohmann-Geschäftstätigkeiten auf Koh Phangan und Koh Samui in der Provinz Surat Thani aufgekommen waren.

Die Behörden prüfen, ob einige Unternehmen Finanztransaktionen genutzt haben, um Investitionszahlen zu verschleiern und so die thailändische Staatsbürgerschaft gemäß dem Staatsangehörigkeitsgesetz von 1965 zu erlangen. Die Überprüfung folgt einem laufenden Vorgehen der Regierung gegen ausländische Strohmänner, die in Touristengebieten tätig sind.

Die Ermittler stellten fest, dass es auf Koh Phangan 3.188 thailändische Unternehmen mit ausländischen Anteilen von bis zu 49 Prozent gibt. Insgesamt sind in der Region 4.761 juristische Personen registriert. Israelische Staatsangehörige stellen mit 720 Unternehmen (22 Prozent aller Anteile) die größte Gruppe der ausländischen Aktionäre dar und liegen damit deutlich vor französischen Aktionären mit 13 Prozent.

Die Behörden stellten außerdem fest, dass mehrere Firmen von israelischen Staatsangehörigen registriert wurden, die bereits 2017 die thailändische Staatsbürgerschaft erhalten hatten. Eine im Jahr 2020 gegründete Firma gab als Tätigkeitsfelder unter anderem Hotels, Beherbergungsbetriebe, ein Touristenzentrum für israelische Besucher und Restaurants an.

Dem Firmengründer wurde außerdem eine bedeutende Rolle in einem Chabad-Zentrum auf Koh Samui zugeschrieben. Im Zuge der Ausweitung der Ermittlungen zu Strohmanngeschäften begannen die Behörden, detaillierte Überprüfungen der Unternehmensstrukturen, der Aktionärsregister und der Finanzberichte bis zurück zur Gründung jedes einzelnen Unternehmens durchzuführen.

Eine Quelle innerhalb einer Steuerbehörde gab an, dass mehrere Unternehmen Unregelmäßigkeiten bei der Bilanzierung von Vermögenswerten, Anlagekapital, Verlusten und Bilanzen aufwiesen. Einige Unternehmen sollen ihre Bilanzen gar nicht erst eingereicht haben.

Die Behörden prüfen nun, ob einige Transaktionen so strukturiert wurden, dass sie den Anschein legitimer Investitionstätigkeit in Thailand erweckten, um die thailändische Staatsbürgerschaft zu erlangen. Nach thailändischem Recht können ausländische Staatsangehörige, die in Thailand investieren, auf legalem Wege die Staatsbürgerschaft erwerben.

Die Behörden befürchten zudem, dass Personen, denen die Staatsbürgerschaft verliehen wird, die gleichen Rechte wie thailändische Staatsbürger erlangen könnten, einschließlich Landbesitz und erweiterter Geschäftsmöglichkeiten, was möglicherweise andere israelische Staatsangehörige dazu ermutigen könnte, ähnliche Wege zur dauerhaften Ansiedlung zu beschreiten.

 

Die thailändischen Behörden bereiten eine Untersuchung der Geschäftsunterlagen israelischer Staatsangehöriger vor, die die thailändische Staatsbürgerschaft erhalten haben, nachdem Bedenken hinsichtlich mutmaßlicher Strohmann-Geschäftstätigkeiten auf Koh Phangan und Koh Samui in der Provinz Surat Thani aufgekommen waren.

 

Zu den Unternehmen, die mit israelisch-thailändischen Staatsangehörigen in Verbindung stehen, gehören Berichten zufolge Immobilienhandel, Immobilienvermietung und -verwaltung, Finanzdienstleistungen, Unternehmensberatung, koschere Lebensmittelunternehmen, Bildungsdienstleistungen, wissenschaftliche Testeinrichtungen auf der Khao San Road und Tourismusunternehmen.

Offizielle Schätzungen gehen davon aus, dass mittlerweile mehr als 40 Unternehmen, die mit dem Netzwerk verbunden sind, in Touristengebieten wie Koh Phangan, Koh Samui, Phuket und Bangkok tätig sind.

Die Daily News berichtete, dass die Ermittlungen voraussichtlich fortgesetzt werden, da die Behörden mit Sicherheitsbehörden und Finanzaufsichtsbehörden zusammenarbeiten, um festzustellen, ob kriminelle oder betrügerische Handlungen vorliegen.

 

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