Phuket. Über 100 wütende Anwohner, aufgebrachte Familien und Freunde zweier jugendlicher Opfer blockierten die Polizeistation in Thalang. Die beiden jungen Männer waren bei einer Verfolgungsjagd durch die Polizei bei einem Unfall ums Leben gekommen. Die Familien gaben der Polizei die Schuld für den Tod der beiden jungen Männer.
Die Beamten gingen davon aus, dass die beiden Drogen transportieren und deswegen nicht besonders scharf auf eine Kontrolle durch die Polizei waren. Daraufhin nahmen die Beamten sofort die Verfolgung der beiden Männer auf. Im Osten auf dem Weg zum Ton Sai Wasserfall passierte dann der tödliche Unfall der beiden Männer.
Innerhalb kürzester Zeit waren so viele Menschen vor Ort, dass auf der Thepkasattri Straße kein Durchkommen mehr war. Zahlreiche Autofahrer blieben im Stau stecken und kamen weder vorwärts noch zurück. Unter den Stauopfern sollen sich auch zahlreiche Touristen befunden haben, die auf dem Weg zum internationalen Flughafen Phuket waren.
Derweil schaukelte sich der wütende Mob gegenseitig immer weiter auf und die ersten am Straßenrand geparkten Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Als dann auch die ersten Fensterscheiben des Polizeireviers zu Bruch gingen, räumten die Beamten das untere Stockwerk und verschanzten sich im ersten Stock des Polizeireviers.
In der Zwischenzeit versammelten sich immer mehr wütende und aufgebrachte Menschen vor dem Polizeirevier in Thalang. Einige der Demonstranten forderten andere Bürger auf, gemeinsam mit ihnen gegen die Polizei vorzugehen. Als erstes machte sich ein Teil der aufgebrachten und zum Teil angetrunkenen Leute daran den Parkplatz der Polizeibeamten zu stürmen.
Wenig später gingen mindestens fünf Privatfahrzeuge der Polizeibeamten in Flammen auf. Szenen dieser Art sind seit der Machtübernahme durch das Militär nicht zu erwarten gewesen. Die Polizei selber war offensichtlich nicht mehr in der Lage, Herr der Situation zu werden.
