BANGKOK. Der ehemalige nationale Polizeichef, General Somyot Poompanmuang, soll zusammen mit sieben weiteren hochrangigen Verdächtigen an diesem Donnerstag wegen ihrer mutmaßlichen Rolle bei der Misshandlung des berüchtigten Fahrerflucht-Falls, in den der Red Bull Erbe Vorayuth Yoovidhya „Boss“ verwickelt war, zur Rechenschaft gezogen werden. Der Fall geht auf das Jahr 2012 zurück.
Zu der angeklagten Gruppe gehören prominente Namen wie der ehemalige stellvertretende Generalstaatsanwalt Nate Naksuk, Polizeimajor Thawatchai Mekprasertuk, Polizeioberst Veeradol Taptimdee und Zivilisten wie Chainarong Sangthongaram, Thanit Buakhiew, Chuchai Lertpongadisorn und außerordentlicher Professor Saiprasit Kerdniyom.
Die Anklage gegen sie beruht auf ihrer angeblichen Beteiligung an der Manipulation von Polizeiberichten und der Zurückweisung von Anklagen zugunsten von Yoovidhya.
Laut Watcharin Phanurat, dem stellvertretenden Generaldirektor der Anklagebehörde des Ermittlungsbüros, müssen sich die Verdächtigen bei diesem Büro melden, bevor sie vor das zentrale Strafgericht für Korruption und Fehlverhalten in Bangkok gebracht werden, wo sie offiziell angeklagt werden.
Naksuk zum Beispiel wird Amtsmissbrauch vorgeworfen, weil er die Geschwindigkeitsüberschreitungsklage gegen Yoovidhya fallen ließ. Anderen wird vorgeworfen, sie hätten die Geschwindigkeitsanzeige des an dem tödlichen Unfall beteiligten Fahrzeugs manipuliert.
Phanurat schätzt, dass sich das Verfahren noch ein weiteres Jahr hinziehen könnte. Trotz des hohen Ansehens der Verdächtigen betonte er, dass er sich in diesem umstrittenen und vielfach kritisierten Fall für die Aufklärung der Wahrheit einsetzen werde.
Besonders bemerkenswert ist, dass viele der ursprünglich gegen Yoovidhya erhobenen Anklagen, darunter Geschwindigkeitsüberschreitung und unterlassene Hilfeleistung gegenüber einem Unfallopfer, aufgrund der Verjährung fallengelassen wurden. Dennoch bleibt eine Anklage wegen rücksichtslosen Fahrens mit Todesfolge bestehen.
Der Vorfall ereignete sich am 4. September 2012, als Yoovidhya angeblich den Polizisten Wichian Klanprasert mit seinem Ferrari auf der Sukhumvit Road anfuhr und tötete. Derzeit befindet sich Yoovidhya im Ausland und entzieht sich damit der Anklage.
- Quelle: ASEAN NOW