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Kambodscha entzieht Journalist die Lizenz wegen Videoaufnahmen von polizeilicher Schikane eines vietnamesischen Verdächtigen.

PHNOM PENH — Die kambodschanischen Behörden haben einem Journalisten die Presseakkreditierung entzogen.Kambodscha entzieht einem Journalisten die Lizenz, weil er gefilmt hat, wie Polizisten eine weibliche Verdächtige schikanieren, was in Vietnam Empörung auslöst.

Er filmte Polizisten, die sich gegenüber einer vietnamesischen Verdächtigen unangemessen verhielten. Das Videomaterial löste heftige Kritik in vietnamesischen Medien und Online-Communities aus.

Kritiker werfen Phnom Penh vor, der Zensur Vorrang vor der Rechenschaftspflicht einzuräumen. In dem Fall geht es um mutmaßliche sexuelle Belästigung.

Die Kontroverse begann, nachdem ein Video viral ging. Es zeigte kambodschanische Polizisten, die lachten, während sie das Gesicht und die Wange einer weiblichen Gefangenen berührten.

Als Reaktion auf die Veröffentlichung des Materials entzog das kambodschanische Informationsministerium dem Journalisten die Akkreditierung. Es erließ außerdem eine Anweisung, in der die Öffentlichkeit dringend aufgefordert wurde, die Verbreitung des Videomaterials einzustellen.

Kambodscha entzieht Journalist die Lizenz, weil er die Schikanierung eines vietnamesischen Verdächtigen durch die Polizei gefilmt hat.

 

— Die kambodschanischen Behörden haben einem Journalisten die Presseakkreditierung entzogen.Kambodscha entzieht einem Journalisten die Lizenz, weil er gefilmt hat, wie Polizisten eine weibliche Verdächtige schikanieren, was in Vietnam Empörung auslöst.
Er filmte Polizisten, die sich gegenüber einer vietnamesischen Verdächtigen unangemessen verhielten. Das Videomaterial löste heftige Kritik in vietnamesischen Medien und Online-Communities aus.

 

Bekannte vietnamesische Social-Media-Communities, darunter Du Lịch Thái Lan , werfen der kambodschanischen Regierung vor, sich bei ihren Ermittlungen auf den Whistleblower anstatt auf die beteiligten Beamten zu konzentrieren. Sie argumentieren, dass diese Reaktion das Kernproblem des beruflichen Fehlverhaltens von Strafverfolgungsbeamten umgeht.

Das vietnamesische Nachrichtenportal tinnews_tongbac berichtete, dass der Beamte, der das Gesicht der Frau berührt hatte, lebenslang suspendiert wurde.

Die Berichterstattung in den sozialen Medien konzentriert sich jedoch weiterhin auf die Unterdrückung der Presse und die Behandlung des Inhaftierten.

Vietnamesische Internetnutzer haben ihren Unmut geäußert und darauf bestanden, dass die Verdächtige ungeachtet ihres rechtlichen Status immer noch ein Mensch sei, der gemäß internationalen Menschenrechtsstandards Anspruch auf Schutz vor sexueller Belästigung und erniedrigender Behandlung habe.

Die Frau im Video ist keine Bagatelle. Ihr werden schwere Vorwürfe im Zusammenhang mit einer gravierenden Sicherheitslücke zur Last gelegt. Die Behörden beschuldigen sie, sechs männlichen Gefangenen während eines Gefangenentransports in einer Gerichtseinrichtung Schusswaffen zugeschmuggelt zu haben.

Der Vorfall verdeutlicht die Besorgnis über die Menschenrechtslage und die Behandlung weiblicher Gefangener in Kambodscha.

Die angebliche Sicherheitslücke ermöglichte es den Gefangenen, das Feuer auf die Wärter zu eröffnen. Dies geschah während eines gewaltsamen Ausbruchsversuchs. Die Polizei brachte die Situation schließlich unter Kontrolle und nahm alle Verdächtigen fest. Darunter befindet sich auch die Frau, die nun im Zentrum der Belästigungswelle steht.

Der Vorfall hat die kambodschanische Regierung in zweierlei Hinsicht unter Druck gesetzt: zum einen wegen des Sicherheitsversagens, das einen versuchten Gefängnisausbruch ermöglichte, und zum anderen wegen der PR-Krise im Zusammenhang mit der Behandlung einer ausländischen weiblichen Verdächtigen.

Aufnahmen, die zeigen, wie Polizisten einen unbewaffneten, gefesselten Häftling körperlich anfassen, wurden weithin verurteilt. Vietnamesische Kommentatoren und Menschenrechtsaktivisten sehen darin eine Verletzung der Menschenwürde.

Beobachter verfolgen nun, ob die vietnamesische Regierung das Thema auf diplomatischem Wege ansprechen wird. Dies könnte die hitzige Debatte in den sozialen Medien potenziell in einen formellen bilateralen Streit verwandeln.

 

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