BANGKOK. Erste Berichte, wonach kambodschanische Soldaten in Grenznähe auf thailändische Dorfbewohner geschossen hätten, haben sich als Missverständnis herausgestellt; es seien keine Schüsse gefallen.
Am 8. Mai 2026 behauptete ein Facebook-Beitrag unter dem Namen „Cha Non“, dass eine Gruppe von etwa zehn Soldaten in voller Militärausrüstung im Waldgebiet Dong Pa im Distrikt Ban Kruat der Provinz Buriram entdeckt worden sei. Laut dem Beitrag hätten die Soldaten Warnschüsse auf Einheimische abgegeben, die dort zum Sammeln von Wildpilzen unterwegs waren, was Panik unter den Anwohnern auslöste.
Der Beitrag wurde später zweimal aktualisiert. Darin hieß es, der Vater des Verfassers und ein Freund, die angeblich beteiligt waren, seien wohlauf. Ihre Motorräder seien jedoch am Unfallort zurückgeblieben. Die Militäreinsatzgruppe des 2. Armeebereichs (2. Armee) reagierte umgehend und entsandte Beamte zur Überprüfung der Lage.
Erste Ermittlungen des Militärs und der lokalen Behörden ergaben, dass die Dorfbewohner, die auf der Suche nach Wildpilzen in den Wald des Unterbezirks Chanthop Phet gefahren waren, während ihrer Motorradfahrt Schüsse hörten. Sie vermuteten, dass die Schüsse von Soldaten, vermutlich kambodschanischen Streitkräften, abgefeuert wurden, um sie am Weiterfahren zu hindern. Aus Angst ließen die Dorfbewohner ihre Motorräder zurück und flohen aus dem Gebiet.
Nach genauerer Aufklärung stellte sich jedoch heraus, dass die Soldaten keine Kambodschaner waren, sondern eine andere Gruppe thailändischer Dorfbewohner, die Kambodschanisch sprachen. Das Missverständnis entstand durch die Sprache der Gruppe von Sammlern, die in der Gegend, in der sowohl Thailändisch als auch Kambodschanisch gesprochen wird, weit verbreitet ist. Die Dorfbewohner hielten die Gruppe fälschlicherweise für kambodschanische Soldaten, was zu der Verwirrung führte.
Der thailändische Militärsprecher, Generalmajor Winthai Suwaree, bestätigte, dass keine Schüsse auf die Dorfbewohner abgegeben wurden und der Vorfall auf einem Missverständnis beruhte. Das Militär rief die Bevölkerung außerdem dazu auf, Informationen vor der Weitergabe zu überprüfen, um unnötige Panik zu vermeiden.
Das thailändische Militär und lokale Behörden haben seitdem zusammengearbeitet, um die zurückgelassenen Motorräder zu bergen und ihre Grenzpatrouillen fortzusetzen. In der Region, die für ihre Geschichte illegaler Grenzaktivitäten wie Drogenhandel und unerlaubte Grenzübertritte bekannt ist, wurden die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt.
Die Behörden haben der Öffentlichkeit versichert, dass sie Maßnahmen ergreifen, um die Grenzsicherheit zu stärken und ähnliche Missverständnisse in Zukunft zu verhindern, während gleichzeitig die Sicherheit der Anwohner entlang der Grenze gewährleistet wird.
- Quelle: The Nation Thailand