BANGKOK. Die Einwanderungspolizei und Beamte des Arbeitsministeriums führten am 30. Mai eine Razzia in einer internationalen Schule im Bangkoker Stadtteil Pridi Banomyong durch und deckten einen illegalen Betrieb auf, der mutmaßlich seit über fünf Jahren bestand. Die Behörden stellten fest, dass die Schule ohne gültige Bildungslizenz betrieb und sechs ausländische Lehrkräfte ohne gültige Arbeitserlaubnis beschäftigte.
Die Operation wurde unter der Leitung von Generalleutnant Phanumas Boonyalak, dem Leiter des Einwanderungsamtes, zusammen mit hochrangigen Beamten der Einwanderungsbehörde und Vertretern des Arbeitsministeriums durchgeführt. Beamte der Einwanderungsabteilung 1 arbeiteten mit der Kommission für private Bildungseinrichtungen und dem Arbeitsministerium zusammen, nachdem sie Berichte erhalten hatten, dass die Schule illegal betrieb und ausländisches Personal ohne entsprechende Genehmigung einsetzte.
Bei der Inspektion stellten die Beamten fest, dass die Schule keine Betriebserlaubnis nach thailändischem Recht besaß. Dokumentenprüfungen ergaben, dass sechs ausländische Staatsangehörige von den Philippinen und aus Myanmar ohne gültige Arbeitserlaubnis als Lehrer tätig waren.
Alle sechs Lehrer wurden festgenommen und zur Polizeistation Khlong Tan gebracht, wo sie strafrechtlich verfolgt werden. Laut den Behörden unterrichtete die Schule über 100 Schüler, allesamt ausländische Staatsangehörige, vom Kindergarten bis zur Sekundarstufe.
Die Ermittler gehen davon aus, dass die Schule den Unterricht aufnahm, bevor sie die erforderliche Genehmigung erhielt, und weiterhin ausländische Lehrkräfte beschäftigte, ohne die notwendigen Arbeitserlaubnisse einzuholen. Ersten Erkenntnissen zufolge operierte die Schule bereits seit mehr als fünf Jahren auf diese Weise.
Generalmajor Prasat Khemaprasit erklärte, die Einwanderungsbehörden führten in mehreren Gebieten fortlaufende Operationen gegen nicht lizenzierte internationale Schulen durch. Er merkte an, dass viele dieser Schulen ähnliche Merkmale aufwiesen, darunter ihre Lage in schwer zugänglichen Seitenstraßen, die überwiegende Betreuung ausländischer Schüler und die Beschäftigung ausländischer Lehrkräfte ohne gültige Arbeitserlaubnis.
Die Behörden erklärten, der Fall verdeutliche die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften im privaten Bildungssektor und der Beschäftigung ausländischer Staatsangehöriger. Der Betrieb einer nicht lizenzierten Schule und die Beschäftigung ausländischer Arbeitskräfte ohne Genehmigung stellen beide Verstöße gegen thailändisches Recht dar.
Manager Online berichtete, dass die Einwanderungsbehörden erklärten, die Maßnahmen gegen illegale internationale Schulen und illegal beschäftigte Ausländer würden fortgesetzt. Die Öffentlichkeit wird gebeten, Informationen über mutmaßlich illegale Beschäftigung von Ausländern über die Hotline der Königlich Thailändischen Polizei (1599) oder die Hotline des Einwanderungsbüros (1178) zu melden.
- Quelle: ASEAN Now, MGRonline