BANGKOK. Das Ministerium für Wirtschaftsentwicklung (DBD) und das Zentrale Ermittlungsbüro (CIB) haben Ermittlungen gegen Anwalts- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaften eingeleitet, die im Verdacht stehen, Ausländern durch Strohmanngeschäfte den illegalen Erwerb von thailändischem Land ermöglicht zu haben.
DBD-Generaldirektor Poonpong Naiyanapakorn gab bekannt, dass in den letzten Monaten 86 Fälle registriert und entsprechende Gerichtsverfahren eingeleitet wurden. Die Unternehmen sollen thailändische Staatsangehörige dazu ermutigt haben, als Strohmänner aufzutreten, um finanzielle Anreize zu erhalten und so die thailändischen Gesetze zu umgehen , die den Landerwerb durch Ausländer einschränken.
Die Problematik des ausländischen Landbesitzes steht unter Beobachtung, da das thailändische Recht Ausländern den Landerwerb – mit einigen Ausnahmen – verbietet. Zu diesen Ausnahmen zählen Investitionen in Höhe von mindestens 40 Millionen Baht in vom Board of Investment (BOI) geförderte Unternehmen sowie der begrenzte Erwerb von Wohnbauland mit staatlicher Genehmigung. Der Anstieg illegaler Transaktionen ist insbesondere in touristisch geprägten Gebieten auffällig.
Als Reaktion auf diese Aktivitäten hat die DBD dem CIB und dem Amt für Geldwäschebekämpfung eine Liste mit 397 Unternehmen übermittelt, die im Verdacht stehen, an diesen Machenschaften beteiligt zu sein. Ziel der Ermittlungen ist die Zerschlagung von Netzwerken, die Gesetzeslücken ausnutzen, um den Erwerb von Grundstücken im Ausland zu erleichtern. Die Auswirkungen dieser Aktivitäten sind in Provinzen wie Chon Buri, Chiang Mai, Phuket, Surat Thani und Prachuap Khiri Khan erheblich.
Die DBD plant, künftig verstärkt Maßnahmen zur Verhinderung solcher Missstände zu ergreifen. Dazu gehört die Zusammenarbeit mit lokalen Strafverfolgungs- und Finanzbehörden, um Überwachung und Strafverfolgung zu verbessern. Ziel des Vorgehens ist es, die Integrität der thailändischen Landbesitzbestimmungen zu wahren und letztlich illegale Praktiken einzudämmen, die die lokale Wirtschaft gefährden, berichtete Thai PBS.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die thailändischen Behörden ermitteln gegen Firmen, die Gesetze zum Landbesitz umgehen.
- 86 Fälle wurden registriert, rechtliche Schritte gegen die Beteiligten wurden eingeleitet.
- Verstärkte Überprüfung ausländischer Grundbesitzverhältnisse und Registrierungen juristischer Personen.
- Quelle: ASEAN Now, Thai PBS