CHIANG MAI. Chiang Mai, Lamphun und Phayao in Nordthailand wurden aufgrund extremer Luftverschmutzung zu Katastrophengebieten erklärt. Dadurch werden Soforthilfegelder für dringende Hilfsmaßnahmen freigegeben, da die Luftqualität weiterhin gefährlich hoch ist. Die Ankündigung erfolgte durch Unsit Sampuntharat, den Staatssekretär des Innenministeriums, der die Notwendigkeit einer sofortigen Reaktion auf die Krise, die 17 Provinzen betrifft, betonte.
Anhaltende Waldbrände, Smog und Feinstaub haben Chiang Mai laut iQAir fünf Tage lang zur am stärksten verschmutzten Stadt der Welt gemacht. Der Luftqualitätsindex (AQI) der Stadt erreichte einen Wert von 206 und gilt damit als „sehr ungesund“. Obwohl sich die Werte im Vergleich zu früheren Messungen leicht verbessert haben, liegen die PM2,5-Werte weiterhin deutlich über dem Grenzwert von 37,5 Mikrogramm pro Kubikmeter. Diese Erklärung ermöglicht es den Gouverneuren, Gelder aus dem Katastrophenhilfe-Budget des Finanzministeriums für notwendige Maßnahmen zu verwenden.
Die Luftverschmutzung ist hauptsächlich auf saisonale Brandrodung, Waldbrände und Rauch aus Nachbarländern zurückzuführen. Gesundheitsbehörden raten den Anwohnern, in geschlossenen Räumen zu bleiben, im Freien FFP2-Masken zu tragen und bei Atemwegsbeschwerden ärztlichen Rat einzuholen. Die Ausrufung des Notstands soll Schäden an Leben und Eigentum minimieren und gleichzeitig die notwendige Unterstützung gewährleisten.
Die Behörden werden sich künftig darauf konzentrieren, Ressourcen zur Bewältigung der Gesundheitskrise bereitzustellen und die Ursachen der Umweltverschmutzung anzugehen. Kontinuierliche Überwachung und Präventionsmaßnahmen sind im Verlauf der Smogsaison unerlässlich. Es werden Anstrengungen unternommen, sich mit den Nachbarregionen abzustimmen, um grenzüberschreitende Verschmutzungsquellen einzudämmen.
- Quelle: ASEAN Now, The Thaiger