BANGKOK. Ein Adoptivsohn eines chinesischen Mafiabosses, der Schweinefleisch schmuggelt, wurde am Dienstag vom Department of Special Investigation (DSI) am Flughafen Don Mueang in Bangkok festgenommen.
Laut Pol Maj Nathapol Ditsayatham, dem leitenden Ermittler des Schmuggelfalls, erhielt das Team vom Geheimdienst des DSI einen Bericht über die Ausreise von Karin Piyapornpaiboon, einem Adoptivsohn von Li Sheng Jiao, alias „Hia Kao“ (Bruder Kao), aus China.
Nachdem das Flugzeug um 7.40 Uhr ankam, wurde Herr Karin am Flughafen festgenommen und um 9.00 Uhr zur DSI-Zentrale gebracht. Seine Inhaftierung stehe im Einklang mit dem Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung von Folter und Verschwindenlassen, sagte Pol Maj Nathapol.
Sein Adoptivvater, Herr Li, ist ein Hauptverdächtiger in einem Fall, in dem es um fast 60.000 Tonnen geschmuggeltes Schweinefleisch ging, das im Januar beschlagnahmt wurde und einen Schaden von mehr als einer Milliarde Baht verursachte. Als er am 22. Januar aus China zurückkehrte, stellte er sich der Polizei.
Pol Maj Nathapol sagte, das Team sei in der Lage gewesen, die Finanztransaktionen zwischen Herrn Li und Herrn Karin aufzuspüren.
Den Ermittlungen zufolge überwies Herr Karin im Jahr 2022 mindestens 2,6 Millionen Baht Geld an seinen Vater, während Herr Li im Zeitraum 2021 – 2023 mindestens 10,8 Millionen Baht an seinen Adoptivsohn überwies.
Herr Li wurde vom DSI außerdem wegen möglicher Beteiligung am Schmuggel von über 10.000 Containern mit Hühnerfüßen mit einem Gesamtmarktwert von 5 Milliarden Baht angeklagt.
Herr Karin gab zu, im Auftrag seines Vaters verschiedene Geschäfte geführt zu haben, unter anderem den Schmuggel von Hühnerfüßen nach Thailand. Weitere DSI-Untersuchungen ergaben, dass die Hühnerfüße vor dem Export nach China in ein Kühllager in Nakhon Pathom geschickt wurden.
Der demokratische Führer und ehemalige Landwirtschaftsminister Chalermchai Sri-on beteuerte unterdessen, er sei nicht mit den beiden Verdächtigen verwandt.
Herr Chalermchai geriet unter Beschuss, weil sein älterer Bruder Wirat Piyapornpaiboon und sein Politikerneffe Jukkaphan Piyapornpaiboon denselben Nachnamen wie Herr Karin trugen.
Herr Chalermchai sagte, er habe weder Blutsverwandtschaft noch eine enge Verbindung zu einem der Verdächtigen und fügte hinzu, er habe Herrn Li nur einmal getroffen, als sie zu derselben Veranstaltung eingeladen waren, an der Geschäftsleute und Politiker teilnahmen. Herr Chalermchai sagte, er wisse nicht, wie Herr Karin an den thailändischen Nachnamen seines Bruders gekommen sei.
- Quelle: Bangkok Post