Deutscher Tourist soll 1.000 Baht „Begrüßungsgeld“ zahlen

Kurz nach seiner Ankunft in Bangkok wollte sich ein deutscher Tourist mit dem nötigen Kleingeld für seinen Aufenthalt im Land des Lächelns versorgen. Dazu suchte er einen Wechselschalter im Flughafengelände auf.

Der Tourist wollte 700 Euro in die landesübliche Währung tauschen. Nach dem aktuellen Kurs sollte er laut dem beiliegenden Beleg 26.236 THB erhalten. Anscheinend hatte sich die hilfsbereite Dame am Schalter aber zu Ihren Gunsten verrechnet.

Der Tourist schildert dazu folgendes:

Am 10.10. mit dem Flug „86“ von Istanbul kommend traf ich am neuen Flughafen in Bangkok ein und steuerte aus Zeitmangel den ersten dort befindlichen Wechselschalter an.

Der Schalter war mit einem Mann und einer jungen Frau (als Dame möchte ich sie nicht bezeichnen) besetzt. Vor dem Schalter stehend saß die Frau links von dem Kollegen.

Ich gab 700 € zum wechseln und wie der Beleg ausweist sollte ich 26.236 THB erhalten. Das Geld wurde von der Frau abgezählt und einmal von ihr kontrolliert! Dann wurden die Geldscheine unter der Trennscheibe durchgeschoben und mir ausgehändigt.

Ich nahm das Geld und stellte mich so an die Ecke des Schalters, dass die Frau mich und meine Kontrollmaßnahme sehen und verfolgen konnte. Ich zählte einmal 10.000 THB, legte die zweiten 10.000 THB quer und zählte dann noch fünf Scheine a´1.000 THB.

Da ich ein ordentlicher Mann bin und es möglich war, dass ich mich verzählt hatte, wollte ich gerade eine erneute Kontrolle starten, als mir ohne dass zwischen uns ein Wort gefallen war von der Angestellten ohne Kommentar ein weiterer 1.000 Baht Schein unter dem Counter zugeschoben wurde.

Da zwischen uns kein Wort gefallen war, sie also das Ergebnis meiner Kontrolle anscheinend bereits im voraus kannte, war mir klar, dass sie mich bewusst mit voller Absicht um 1.000 Baht = ca. 25 € hatte betrügen wollen.

Wäre ich ohne nachzuzählen gegangen hätten mir diese 1.000 THB gefehlt.

So weit zum Sachverhalt. Ich bin über 45 Jahre als Beamter im deutschen Staatsdienst gewesen und konnte ihr meine Reaktion nicht ersparen. Ich sagte ihr leicht erregt und absolut verärgert: „That´s not correct. You are a very bad woman because you try to cheat me.“

Zumindest ließ sie durch ein „tomatenrotes Gesicht“ erkennen, dass sie mich gut verstanden hatte. Ob ihr der Vorfall eine Lehre war, vermag ich nicht zu sagen.

Soweit die Schilderung des Deutschen. Selbstverständlich gehen wir davon aus, dass es sich dabei um ein einmaliges „Verzählen“ der freundlichen Bankangestellten handelt und keine Absicht dahinter steckt.

Vertrauen ist schön und gut, aber eine Kontrolle kann nie Schaden, wie der Fall mal wieder zeigt.