Heute beginnt in Den Haag die Anhörung um den territorialen Streit des Preah Vihear Tempels

pp Bangkok. Der in Den Haag ansässige Internationale Gerichtshof (IGH) wird seine Anhörung zum territorialen Streit heute eröffnen und sich im Laufe der Woche die mündlichen Aussagen von beiden Seiten anhören.

Thailand hatte den Besitz des Tempels bereits am 16. Juni 1962 verloren. Damals hatte der internationale Gerichtshof zu Gunsten von Kambodscha entschieden. Allerdings hat der IGH in seiner Entscheidung nichts zur der rund 4,6 km² großen Fläche rund um den Tempel gesagt. Darauf haben nach wie vor beide Länder Anspruch erhoben.

Die kambodschanische Regierung hatte bereits vor 2 Jahren den Fall erneut beim IGH eingereicht und ein endgültiges Urteil in diesem Streit gefordert.

Der internationale Gerichtshof wird sich am Montag und am Donnerstag die Vertreter von Kambodscha anhören. Das thailändische Team um den Botschafter Virachai Plasai wird dann am Mittwoch und am Freitag zu Wort kommen.

Aus Thailand sind bereits dutzende hochkarätige Vertreter nach Den Haag gereist. Neben dem stellvertretenden Ministerpräsidenten und Außenminister Surapong Tovichakchaikul, dem stellvertretenden Ministerpräsident und Bildungsminister Phongthep Thepkanchana und dem Verteidigungsminister Sukumpol Suwanatat sind weitere Vertreter der Außen-und Verteidigungs-Ministerien, des Royal Thai Armed Forces Hauptquartiers, die Royal Thai Army, das Royal Thai Survey Department, das Amt des Generalstaatsanwalts und Vertreter des Rates des Staats ebenfalls anwesend.

Herr Virachai sagte, unser Thai-Team ist komplett und gut gerüstet für den Kampf vor Gericht. Wir werden Thailands Forderungen gründlich präsentieren. Er sagte weiter, wir haben Vertrauen in das Gericht und in den Prozess. Zum Schluss betonte er noch einmal vor der Presse, „Wir werden sehr hart für unsere Sache kämpfen“.