BANGKOK. Der Immobilienmarkt im östlichen Wirtschaftskorridor (EEC) steht vor einem deutlichen Abschwung; der Bestand an unverkauften Wohnungen beläuft sich auf über 270 Milliarden THB und umfasst 64.644 Einheiten.
Der Stillstand ist auf einen starken Rückgang des Angebots an neuen Immobilien um 67,8 % in Verbindung mit einer sinkenden Nachfrage zurückzuführen, da die Verkaufsaufnahmequote auf einen Tiefststand von 1,7 % gefallen ist.
Die schwache Kaufkraft, bedingt durch hohe Zinssätze und restriktive Kreditvergabe, ist ein Hauptgrund für die Verlangsamung der Verbrauchernachfrage.
Reihenhäuser im Preissegment von 1 bis 3 Millionen Baht sind am stärksten betroffen, was die finanzielle Belastung von Käufern mit mittlerem und niedrigem Einkommen widerspiegelt.
Das Angebot an neuen Immobilien im östlichen Wirtschaftskorridor ging im ersten Halbjahr 2025 um 67,8 % zurück. Die sinkende Nachfrage und die geringe Vermietungsquote deuten auf ein schwieriges Jahr für die Bauträger hin.
Der Wohnungsmarkt im gesamten östlichen Wirtschaftskorridor Thailands (EEC) sieht sich erheblichen Herausforderungen gegenüber. Das Real Estate Information Centre (REIC) meldet einen drastischen Rückgang der Neuaktivitäten und einen starken Anstieg des unverkauften Bestands im ersten Halbjahr 2025.
Die Daten spiegeln ein deutliches Muster wider, bei dem eine Ausweitung des Angebots einer Verlangsamung der Nachfrage gegenübersteht.

Während der Gesamtwert der bestehenden Immobilien um über 21 % stieg, brach das Angebot an neuen Immobilien um satte 67,8 % ein, was auf extreme Vorsicht seitens der Bauträger aufgrund gestiegener Baukosten und stagnierender Nachfrage der Verbraucher hindeutet.
Die entscheidende Absorptionsrate – die Geschwindigkeit, mit der Immobilien verkauft werden – sank drastisch von 2,8 % auf nur noch 1,7 %.
Diese schwache Absatzentwicklung führte zu einem massiven Lagerbestand von 64.644 unverkauften Einheiten im Wert von über 270 Milliarden Baht.
Das am stärksten gefährdete Segment bleiben Reihenhäuser mit Preisen zwischen 1,01 und 2 Millionen Baht, was die geringe Kaufkraft der mittleren und unteren Einkommensschichten widerspiegelt.
Regionale Aufschlüsselung
In Chonburi, dem größten Markt der EEC, stieg das Gesamtangebot auf 46.965 Einheiten, das Neubauangebot ging jedoch um fast 70 % zurück. Die Provinz verfügt nun über einen Bestand von 41.876 Einheiten, wobei der Preisbereich von 2,01 bis 3 Millionen Baht, insbesondere Reihenhäuser, die größte Sorge bereitet.
Rayong zeigte die deutlichsten Anzeichen von Schwäche und verzeichnete mit nur 1,4 % die niedrigste Vermietungsquote im EEC. Das Angebot an neuen Wohnungen halbierte sich, und es wurden keine neuen Eigentumswohnungen auf den Markt gebracht. In der Provinz befinden sich noch 15.777 Wohneinheiten im Bestand, die sich größtenteils auf Reihenhäuser im Preissegment von 1,01 bis 2 Millionen Baht konzentrieren.
In Chachoengsao ging das Angebot an neuen Wohneinheiten um über 80 % zurück. Trotz relativ stabiler Anzahl an Einheiten verlagerte sich die Marktstruktur weg von Eigentumswohnungen hin zu Wohnsiedlungen. Das verbleibende Angebot beträgt nun 6.991 Einheiten, wobei der Verkauf von freistehenden Häusern im gehobenen Preissegment über 3 Millionen Baht schleppend verläuft.
Strategieanpassungen erforderlich
Der REIC gab eine eindringliche Warnung heraus und nannte drei wichtige Indikatoren: eine anhaltende Verlangsamung der Nachfrage aufgrund hoher Zinssätze und restriktiver Kreditvergabe; einen drastischen Rückgang des neuen Angebots; und einen wachsenden Bestand in allen drei Provinzen, insbesondere in der Preisklasse von 1–3 Millionen Baht.
Immobilienentwickler werden nun dringend aufgefordert, ihre Strategien anzupassen, indem sie die Einheitengrößen reduzieren, die Spezifikationen verfeinern und die Preise an die aktuelle Kaufkraft anpassen.
Branchenanalysten gehen davon aus, dass 2025 ein Jahr der „Neubewertung“ des EEC-Marktes sein wird, die notwendig ist, bevor ein nachhaltiges Wachstum wieder möglich sein kann.
- Quelle: The Nation Thailand