BANGKOK. Nach der Wahl einer neuen Regierung wird ein Aufschwung erwartet, wobei der SET-Index voraussichtlich 1400 Punkte erreichen wird.
Laut AIMC könnten wirtschaftliche Anreize, ein verbessertes Anlegervertrauen und eine allmähliche Rückkehr der Kapitalflüsse den SET-Index nach den Parlamentswahlen auf 1400 Punkte heben.
Laut dem Verband der Investmentgesellschaften (AIMC) dürfte der thailändische Aktienmarkt nach den Parlamentswahlen am Sonntag die Marke von 1400 Punkten testen. Dafür sorgen Konjunkturprogramme, ein steigendes Anlegervertrauen und eine allmähliche Rückkehr der Kapitalflüsse.
Die AIMC-Vorsitzende Chavinda Hanratanakool sagte, die Aussichten für thailändische Aktien im Jahr 2026 seien optimistischer als im Vorjahr, mit einem Zielbereich um 1.400 Punkte.
Sie sagte, sobald die Wahlergebnisse endgültig feststünden und eine stabile Regierung gebildet sei, könne Klarheit über die Wirtschaftspolitik genügend Dynamik erzeugen, damit der Aktienindex der thailändischen Börse (SET) über dieses Niveau steigen könne.
„Das Ziel von 1400 Punkten ist nicht übermäßig ambitioniert. Es stellt einen Test des Marktvertrauens dar“, sagte Frau Chavinda, die auch Geschäftsführerin von Krungthai Asset Management ist.
Die größte Herausforderung bestehe darin, ob der Index dieses Niveau bis zum Jahresende halten könne, sagte sie. Dies hänge davon ab, wie schnell die neue Regierung in der zweiten Jahreshälfte konkrete Wirtschaftspolitiken umsetze und ob die Regierungsbildung langwierige Rechtsstreitigkeiten vermeide.
„Nachhaltiges Wachstum der Kapitalmärkte kann nicht allein auf kurzfristigen Indexgewinnen beruhen“, sagte Frau Chavinda.
„Der wahre Motor langfristiger Marktstärke ist eine gesunde und integrative Wirtschaft“, sagte sie.
„Wenn sich die Fundamentaldaten verbessern und die Haushaltseinkommen steigen, werden die Kapitalmärkte auf natürliche und nachhaltige Weise wachsen.“
Laut AIMC haben sich thailändische Aktien in der Vergangenheit nach Wahlen tendenziell positiv entwickelt. Zwar bestehen weiterhin Bedenken hinsichtlich möglicher Verzögerungen bei der Regierungsbildung, doch sind die meisten Markterwartungen bereits eingepreist, was den Abwärtsdruck begrenzt.
Das Investitionsklima nach den Wahlen sei verhalten optimistisch, wobei die Investoren sowohl die Entwicklungen im Inland als auch weltweit genau beobachteten, stellte der Verband fest.
Anzeichen für eine Verbesserung der Kapitalflüsse mehren sich allmählich. Inländische institutionelle Anleger hätten still und leise begonnen, Aktien zu akkumulieren, was eine positivere mittel- bis langfristige Einschätzung widerspiegele, sagte Frau Chavinda.

Ausländische Investoren haben unterdessen wieder Vertrauen gezeigt und seit Jahresbeginn stetige Kapitalzuflüsse verzeichnet, insbesondere in Aktien von Unternehmen mit hoher Marktkapitalisierung, die den Markt stabilisieren. Verkäufe einiger Institutionen, wie beispielsweise Versicherungen oder Sozialversicherungsträger, würden eher als routinemäßige Portfolioanpassung denn als strukturelle Reduzierung des Engagements in thailändischen Aktien betrachtet, sagte sie.
Soraphol Tulayasathien, leitender Vizepräsident der SET, sagte, die thailändische Börse habe von ausländischen Kapitalzuflüssen infolge der Neugewichtung durch MSCI profitiert, bei der die Gewichtung einiger großer südostasiatischer Märkte, insbesondere Indonesiens, reduziert und in thailändische Aktien umgeschichtet wurde.
- Quelle: Bangkok Post