BANGKOK. Ein thailändischer Lieferfahrer wird beschuldigt, in Bangkok heimlich unter den Rock einer Verkäuferin gefilmt zu haben, während er auf eine Bestellung wartete. Die Verkäuferin teilte das Video des Vorfalls vom 7. März in den sozialen Medien und hob das Verhalten des Fahrers in einer grünen Jacke hervor, der angeblich unangemessene Fotos gemacht hatte. Der Vorfall löste online Empörung aus, und es wird gefordert, dass die Verkäuferin den Vorfall den Behörden meldet.

Die Verkäuferin, die sich in diesem Moment auf ihre Arbeit konzentrierte, konfrontierte den Verdächtigen zunächst nicht, identifizierte ihn aber später als Taewan, der im Viertel Khlong Samwa tätig ist. Die Online-Community reagierte heftig und forderte Maßnahmen zur Verhinderung zukünftiger Vorfälle sowie Sicherheitsvorkehrungen für Verkäuferinnen. Taewan drohen bis zu einem Jahr Haft und eine Geldstrafe von bis zu 20.000 Baht, abhängig vom Ausgang des Gerichtsverfahrens nach Thailands Gesetzen gegen sexuelle Belästigung.
Ähnliche Vorfälle ereigneten sich bereits, beispielsweise im vergangenen September in Nonthaburi, als ein Mann von einem Einkaufszentrum sprang, um einer Verhaftung zu entgehen, nachdem er unter einen Rock gefilmt hatte. Eine weitere Festnahme erfolgte im Februar letzten Jahres bei einem Konzert im Rajamangala-Nationalstadion in Bangkok wegen ähnlicher Handlungen. Diese Fälle verdeutlichen einen besorgniserregenden Trend und unterstreichen die Forderung nach strengeren Sicherheitsmaßnahmen.
Während die Öffentlichkeit auf weitere Entwicklungen wartet, ist weiterhin unklar, ob der Verkäufer formell Anzeige gegen Taewan erstatten wird. Der Ausgang könnte einen Präzedenzfall für den Umgang mit solchen Fällen in Thailand schaffen und möglicherweise die öffentliche Politik und Aufklärungskampagnen beeinflussen, berichtete The Thaiger.
- Quelle: ASEAN Now, The Thaiger