BANGKOK. Die Airports of Thailand Plc (AOT) hat Behauptungen zurückgewiesen, wonach Passagiere auf dem Weg nach Kambodscha über Bangkok unnötigen Kontrollen und Gepäckdurchsuchungen unterzogen wurden. Die Betreiberin wies die von kambodschanischen Behörden und regionalen Medien verbreiteten Anschuldigungen als „völlig unwahr“ zurück und betonte, dass die Sicherheitsvorkehrungen an thailändischen Flughäfen internationalen Standards der Luftfahrt entsprechen. Der Vorfall hat Reisewarnungen ausgelöst und bei Transitpassagieren am Flughafen Suvarnabhumi Besorgnis hervorgerufen.
Der Streit entbrannte nach einer Warnung der kambodschanischen Botschaft in Frankreich Anfang der Woche, über die kambodschanische Medien berichteten. Die Botschaft warnte, dass Transitpassagiere am Flughafen Suvarnabhumi mit „übermäßigen und inakzeptablen Kontrollen“ durch thailändische Behörden rechnen müssten, und verwies auf Beschwerden europäischer Reisender. Außerdem hieß es, dass Gepäckstücke bei der Ankunft in Phnom Penh verloren gegangen seien.
„Als Vorsichtsmaßnahme wird Reisenden dringend empfohlen, Reiserouten ohne Transit durch Thailand zu bevorzugen und alternative Fluggesellschaften mit geeigneteren und günstigeren Transitbedingungen für die Reise nach Kambodscha in Betracht zu ziehen“, hieß es in der Reisewarnung. Die Mitteilung wurde am Dienstag veröffentlicht und später von mehreren südostasiatischen Nachrichtenagenturen aufgegriffen. Die meisten Transitpassagiere, die über Thailand nach Kambodscha reisen, steigen am Flughafen Suvarnabhumi um.
AOT wies die Vorwürfe am Freitag, den 19. Dezember, zurück und erklärte, man habe niemals Passagiere, die nach Kambodscha reisten, gezielt strengen Befragungen oder Gepäckkontrollen unterzogen, die angeblich zu Verlusten geführt hätten. „AOT bestätigt ausdrücklich, dass alle derartigen Behauptungen völlig unwahr sind“, hieß es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Weiter hieß es, die Passagier- und Gepäckabfertigung in Suvarnabhumi und anderen von AOT betriebenen Flughäfen entspräche internationalen Standards.
Die Kontroverse entstand, nachdem thailändische Behörden strengere Kontrollen kambodschanischer Staatsangehöriger bei der Einreise nach Thailand sowie verschärfte Überprüfungen möglicher ausländischer Söldner, die angeblich von Kambodscha angeheuert wurden, angeordnet hatten. Diese Maßnahmen wurden angesichts eskalierender Grenzkonflikte zwischen den beiden Ländern eingeführt. Phnom Penh hat den Einsatz ausländischer Soldaten bestritten.
AOT betreibt Thailands wichtigste internationale Flughäfen, darunter Suvarnabhumi, Don Mueang, Chiang Mai, Mae Fah Luang Chiang Rai, Phuket und Hat Yai. Das Unternehmen erklärte, der Betrieb laufe an allen Standorten normal weiter und es habe keine Richtlinienänderungen gegeben, die sich gegen bestimmte Transitrouten oder Nationalitäten richteten.

Bangkok Post berichtete, dass die Lage aufgrund anhaltender regionaler Spannungen und bestehender Reisewarnungen voraussichtlich weiterhin beobachtet wird. Fluggesellschaften und Passagiere sollten die offiziellen Empfehlungen beider Regierungen verfolgen, während die AOT ihre Einhaltung der Standardverfahren und der Luftfahrtbestimmungen bekräftigt hat. Weitere Entwicklungen hängen voraussichtlich vom diplomatischen Austausch und der Sicherheitslage in der Region ab.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die thailändischen Flughäfen haben die Vorwürfe zurückgewiesen, dass am Flughafen Suvarnabhumi Transitpassagiere mit Ziel Kambodscha gezielt ins Visier genommen würden.
- Die kambodschanische Botschaft in Frankreich gab am Dienstag eine Reisewarnung heraus, in der sie vor „übermäßigen und inakzeptablen Kontrollen“ warnte und Gepäckverluste meldete.
- Der Streit folgt auf verschärfte Kontrollmaßnahmen im Zuge der zunehmenden Spannungen an der thailändisch-kambodschanischen Grenze.
- Quelle: Asean Now, Bangkok Post