Thailand steht vor einem 50:50-Risiko einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, da die Staatsverschuldung über 66 % des BIP beträgt, das Wachstum bei lediglich 2,3 % stagniert und die Steuerbasis schrumpft. Moody’s und Fitch haben ihre Bewertung auf negativ geändert. Der Tourismus geht zurück und die strukturellen Belastungen verschärfen sich – was die neue Regierung enorm unter Druck setzt.

Die neue Regierung muss die steigende Staatsverschuldung des Landes angehen und die ausländischen Investitionen offenhalten.

BANGKOK. Thailand steht vor einem 50:50-Risiko einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, da die Staatsverschuldung über 66 % des BIP beträgt, das Wachstum bei lediglich 2,3 % stagniert und die Steuerbasis schrumpft. Moody’s und Fitch haben ihre Bewertung auf negativ geändert. Der Tourismus geht zurück und die strukturellen Belastungen verschärfen sich – was die neue Regierung enorm unter Druck setzt.

Am Donnerstag erklärte Jindarat Viriyataveekul, Generaldirektorin des thailändischen Amtes für Staatsschuldenmanagement, Thailand müsse trotz der Tatsache, dass 99,2 % der Staatsschulden in Baht denominiert sind, die internationalen Finanzierungskanäle offenhalten. Sie nannte die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank als wichtige Geldgeber, da das Land mit stagnierendem Wirtschaftswachstum, einer alternden Bevölkerung und schwachem Wachstum zu kämpfen habe. Viriyataveekul betonte die solide Struktur der aktuellen Staatsschulden, doch Analysten warnen, dass die sich abzeichnenden Schwachstellen von der neuen Regierung, die bis Mai gebildet werden soll, angegangen werden müssten.

Die neue Regierung muss die steigende Staatsverschuldung des Landes angehen und die ausländischen Investitionen offenhalten.

Der thailändische Schuldenchef Jindarat Viriyataveekult erklärte, Thailand müsse trotz seiner hohen Baht-Verschuldung die globalen Finanzierungsmöglichkeiten offenhalten, da schwaches Wachstum und die Alterung der Bevölkerung die nächste Regierung vor große Herausforderungen stellten. ( Finanzministerium/Weltbank )

 

Thailand steht vor einem 50:50-Risiko einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, da die Staatsverschuldung über 66 % des BIP beträgt, das Wachstum bei lediglich 2,3 % stagniert und die Steuerbasis schrumpft. Moody’s und Fitch haben ihre Bewertung auf negativ geändert. Der Tourismus geht zurück und die strukturellen Belastungen verschärfen sich – was die neue Regierung enorm unter Druck setzt.
Thailand steht vor einem 50:50-Risiko einer Herabstufung seiner Kreditwürdigkeit, da die Staatsverschuldung über 66 % des BIP beträgt, das Wachstum bei lediglich 2,3 % stagniert und die Steuerbasis schrumpft. Moody’s und Fitch haben ihre Bewertung auf negativ geändert. Der Tourismus geht zurück und die strukturellen Belastungen verschärfen sich – was die neue Regierung enorm unter Druck setzt.

 

Thailands Bonitätseinstufung ist für jede neue Regierung von zentraler Bedeutung. Derzeit verschärft sich das Risikoprofil. Trotz offizieller Zusicherungen bleibt die Gefahr einer Herabstufung real.

Tatsächlich besteht eine 50-prozentige Wahrscheinlichkeit für mindestens eine Herabstufung durch eine der drei großen Ratingagenturen. Ein solcher Schritt hätte unmittelbare Folgen. Beispielsweise könnten die Kreditkosten steigen. Darüber hinaus könnte das Vertrauen der Anleger sinken. Infolgedessen könnten die Kapitalströme unter Druck geraten.

Im Kern des Problems stehen Thailands wirtschaftliche Fundamentaldaten. Strukturelle Spannungen sind unbestreitbar. Erstens altert die Bevölkerung. Gleichzeitig sinkt die Steuerbasis. Infolgedessen gerät die langfristige Finanzkraft unter Druck.

Die Verschuldung steigt auf über 66 % des BIP, während vergleichbare Länder in der Region deutlich niedrigere Quoten aufweisen.

Gleichzeitig belasten diese demografischen und Umsatztrends die Nachhaltigkeitskennzahlen. Daher beobachten Ratingagenturen die Entwicklung genau.

Die Staatsverschuldung ist ebenfalls gestiegen. Bis Ende 2025 wird sie über 66 % des BIP erreichen. Im internationalen Vergleich gilt dieser Wert als konservativ. Regionale Vergleiche fallen jedoch weniger positiv aus. So weisen mehrere südostasiatische Länder niedrigere Verschuldungsquoten auf.

Beispielsweise liegt Vietnams Staatsverschuldung zwischen 31 % und 34 % des BIP. Das ist etwa die Hälfte des Niveaus in Thailand. Auch die Philippinen weisen eine Verschuldung von unter 61 % des BIP auf. Obwohl Malaysias Wert höher ist als der Vietnams, wird er dennoch in den regionalen Vergleich einbezogen. Folglich schneidet Thailands Quote von 66 % im Vergleich zu einigen Nachbarländern schlecht ab.

Diese regionalen Unterschiede sind von Bedeutung. Ratingagenturen bewerten Staaten im Vergleich zueinander. Daher fallen Unterschiede innerhalb Südostasiens auf. Darüber hinaus beeinflusst die relative Performance die Prognoseanpassungen. Gleichzeitig allokieren Investoren Kapital auf Basis solcher Kennzahlen. Folglich ist Thailands Position innerhalb der Region von Bedeutung.

Hohe, auf Baht lautende Schulden begrenzen das Währungsrisiko, während externe Finanzierungskanäle offen bleiben.

Die Struktur der thailändischen Staatsverschuldung wirkt dennoch stabilisierend. Insbesondere sind 99,2 % der öffentlichen Schulden in Baht denominiert. Dadurch ist das Risiko von Wechselkursschwankungen minimal. Währungsschwankungen stellen daher nur ein geringes direktes Risiko für die Rückzahlungskosten dar. Zudem ist die Abhängigkeit von Fremdwährungskrediten extrem gering. Folglich ist eine wichtige Quelle externer Anfälligkeit eingedämmt.

Externe Finanzierungskanäle bleiben jedoch wichtig. Dies hat Jindarat Viriyataveekul, Generaldirektor des Amtes für das Management öffentlicher Schulden, deutlich zum Ausdruck gebracht.

Sie betonte, dass Thailand weiterhin Kredite von internationalen Institutionen aufnehmen müsse. Als Beispiele nannte sie die Weltbank und die Asiatische Entwicklungsbank. Diese Institutionen stellen Mittel bereit, die an bestimmte Projekte gebunden sind.

Demnach bleiben durch solche Kreditaufnahmen ausländische Kreditlinien offen. Darüber hinaus sichert dies den Zugang zu diversifizierten Finanzierungsquellen. Dies wiederum trägt zur Finanzstabilität bei.

Feste Zinsen und moderate Verwaltungskosten gleichen die steigende strukturelle finanzielle Belastung aus.

Bemerkenswert ist, dass ein Großteil der Finanzierung wichtiger Projekte in Thailand aus Japan stammt. Frau Jindarat hob zudem hervor, dass die thailändischen Staatsschulden auf festen Zinssätzen basieren. 87,3 % der Schulden sind so verzinst, lediglich 0,23 % sind nicht abgesichert.

Darüber hinaus werden lediglich 10,3 % der Staatseinnahmen zur Bedienung der Staatsschulden verwendet. Dies ist deutlich weniger als die 12 %, bei denen thailändische Investitionen als Ramschanleihen eingestuft würden. Es unterstreicht somit die Notwendigkeit einer Steuererhöhung durch die Regierung.

Gleichzeitig nehmen die strukturellen Belastungen nicht ab. Eine alternde Bevölkerung führt zu steigenden langfristigen Verbindlichkeiten. Gleichzeitig bremst eine schrumpfende Steuerbasis das Einnahmenwachstum. Folglich verringert sich die fiskalische Flexibilität. Darüber hinaus schränkt eine Staatsverschuldung von über 66 % des BIP den Handlungsspielraum ein. Obwohl diese Quote im globalen Vergleich konservativ erscheint, sticht sie regional hervor. Daher bleibt die relative Schwäche bestehen.

Am Donnerstag beharrte Frau Jindarat jedoch darauf, dass die Zahl nur 56 % betrage, wenn staatseigene Unternehmen herausgerechnet würden. Dazu gehören selbstverständlich zahlreiche staatliche Banken und Finanzinstitute.

Herabstufungen der Wirtschaftsaussichten und schwaches Wachstum erhöhen den Druck auf Thailands Staatskreditrating.

Trotz der zur Beruhigung der Märkte befohlenen Regierungserklärungen bleibt die Wahrscheinlichkeit einer Herabstufung bei 50:50. Diese Einschätzung ist nicht unbedeutend, sondern signalisiert ein erhebliches und unmittelbares Risiko. Schon eine einzige Herabstufung würde ein starkes Signal an die Anleger senden. Darüber hinaus berücksichtigen Ratingagenturen Verschuldungsgrad, demografische Trends und Ertragskraft gleichermaßen. Im Fall Thailands wird jeder dieser Faktoren genauestens geprüft.

Insgesamt weist die fiskalische Lage sowohl Einschränkungen als auch Puffer auf. Einerseits übersteigt die Staatsverschuldung 66 % des BIP. Andererseits ist fast die gesamte Verschuldung in Baht denominiert. Gleichzeitig verschärfen sich die demografischen Herausforderungen. Thailands alternde Bevölkerung spitzt sich weiter zu. Die Wirtschaft des Landes bleibt zudem von billigen Arbeitskräften abhängig.

S&P bestätigt Thailands Kreditrating BBB+ und den stabilen Ausblick. Die Wirtschaft wird in diesem Jahr um 2,3 % wachsen.

Offizielle Vertreter verteidigen die Regierung. Moody’s stuft Thailands Ausblick in einer neuen Analyse von stabil auf negativ herab.

Das Währungsrisiko ist jedoch begrenzt. Dennoch haben sowohl Moody’s als auch Fitch ihre Prognose für Thailand im Jahr 2025 herabgestuft. S&P behielt hingegen einen stabilen Ausblick bei. Allerdings ist nun auch ein Rückgang der ausländischen Touristenzahlen zu beobachten.

Dies, gepaart mit schwachem Wirtschaftswachstum und anderen Problemen wie zunehmender Korruption, gibt Anlass zu Besorgnis. Für die neue Regierung sind die Zahlen eindeutig, und die Kontrollen werden sich bald intensivieren.

 

  • Quelle: Thai Examiner