Ist das neue Biometrische System der Grund für die Versetzung von Big Joke?

Ist das neue Biometrische System der Grund für die Versetzung von Big Joke?

BANGKOK. Nach den Schüssen auf Big Jokes Auto brodelt in Bangkok nicht nur die Gerüchteküche über die kontroverse Beschaffung eines biometrischen Identifizierungssystems. Mittlerweile ist es dabei auch zu einem Streit zwischen dem ehemaligen Chef der Einwanderungsbehörden, Generalleutnant Surachate Hakparn (Big Joke) und dem nationalen Polizeichef General Chakthip Chaijinda über das neue Biometrische System gekommen.

 

Der stellvertretende Polizeichef Pol Gen Wirachai Songmetta sieht zu, wie Gerichtsmediziner das Auto des ehemaligen Einwanderungspolizeipräsidenten Surachate Hakparn in der Abteilung für forensische Wissenschaft der Zentralpolizei untersuchen. (Foto von Varuth Hirunyatheb)

Die kontroverse Beschaffung eines biometrischen Identifizierungssystems durch das Einwanderungsbüro (IB) wurde in den Mittelpunkt gerückt, da der Konflikt zwischen dem ehemaligen Polizeichef der Einwanderungsbehörde, General Surachate Hakparn, und dem nationalen Polizeichef, General Chakthip Chaijinda, in den Vordergrund gerückt ist.

Der Fall wurde jetzt erneut unter die Lupe genommen, nachdem am Montagabend (6. Januar) auf das Auto von Generalleutnant Surachate geschossen wurde. Am Montagabend feuerten zwei unbekannte Männer auf einem Motorrad acht Schüsse auf den PKW des ehemaligen Chefs der Einwanderungsbehörde, Generalleutnant Surachate Hakparn, in den Medien auch als „Big Joke“ bekannt, ab.

Der allgemein in den Medien als Big Joke bekannte Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt zu seinem Glück nicht in seinem Lexus. Wie der Manager Online berichtete, soll er sich zu diesem Zeitpunkt in einem Massagesalon aufgehalten haben, in dem er gerade eine Massage erhielt.

Zwei unbekannte Männer feuern acht Schüsse auf das Auto von Big Joke

Zwei unbekannte Männer feuern acht Schüsse auf das Auto von Big Joke

Die Bilder in den thailändischen Medien zeigten acht Einschusslöcher in der hinteren linken Seite des weißen Wagens des Generalleutnants, der in einem Straße in der Gegend geparkt worden war, in der es auch viele in- und ausländische Touristen gab. Die Einschusslöcher befanden sich allerdings, wie auf den Bildern gut zu sehen ist, auf einem sehr niedrigen Niveau.

Der nationale Polizeichef sagte dazu, dass der Vorfall gründlich untersucht werden würde und für den Tourismus sehr schlecht sei. Laut den weiteren Angaben des Polizeichefs sei auf den ersten Blick kein klares Motiv für die Schüsse auf das Fahrzeug erkennbar.

Nach dem Vorfall äußerte der ehemalige Chef der Einwanderungsbehörde, auch als „Big Joke“ bekannt, seine Überzeugung, dass die Schießerei mit dem Kauf eines biometrischen Identifikationssystems durch das Büro verbunden sei.

Der frühere Generalleutnant der Einwanderungspolizei, Surachte Hakparn erklärte in den lokalen Medien, dass er weiß, wer auf sein Auto geschossen hat. Es war jemand mit Macht, der mutig genug ist, dies zu tun. Der Grund dafür ist das neu eingeführte biometrische System an den Grenzkontrollpunkten im Land, fügte er hinzu.

Er sagte auch, wenn er der nationale Polizeichef wäre und keine Verhaftungen vorgenommen worden wären, hätte er die Verantwortung dafür übernommen.

Big Joke enthüllte in den lokalen Medien: „Ich bin kein Geschäftsmann, ich war ein Polizist. Ich mache Ermittlungsarbeit, ich weiß, wer mich verletzen will. Aus meiner Position als Polizeichef gab es zwei Hauptprobleme. Das erste ist das Genius Projekt (Projekt zur Entwicklung wissenschaftlicher und mathematischer Genies im Akademischen Jahr 2019), bei dem es alleine schon um eine Summe von rund 900 Millionen THB geht.

Der andere Teil ist der Teil des Biometric Systemprojekts für die Kontrollstellen im ganzen Land, an dem ebenfalls 2 Milliarden THB beteiligt waren. Als ich in die Position kam, sah ich, dass das Projekt nicht wie versprochen geliefert werden konnte und habe mich darüber beschwert.

Bereits 2017 unterzeichnete die Royal Thai Police einen Vertrag über die Beschaffung eines biometrischen Identifikationssystems von einem privaten Unternehmen im Wert von rund 2 Milliarden Bahr.

2018 schrieb Generalleutnant Surachate (Big Joke), der zu dieser Zeit als amtierender Chef der Einwanderungspolizei fungierte, an General Chakthip Chaijinda und schlug dabei die Kündigung des Vertrags wegen Verzögerungen beim Erwerb des Systems vor.

Er stellte dabei auch die Würdigkeit des biometrischen Systems in Frage und sagte, dass es möglicherweise nicht die 2,1 Milliarden Baht wert sei, die dafür ausgegeben wurden. Allerdings wurde sein Schreiben offensichtlich ignoriert und nichts geschah, als die Royal Thai Police trotz seiner Einwände wenig später grünes Licht für die Einführung des Systems auf den Flughäfen gab.

Die Nationale Antikorruptionskommission (NACC) hat die Beschaffung geprüft, und Generalleutnant Surachate sagte, er werde bald hinzugezogen, um weitere Informationen darüber zu erteilen.

In der Zwischenzeit wurde am Donnerstag (9. Januar) ein Audioclip in den sozialen Medien veröffentlicht, der sich auf die aktuellen Ermittlungsarbeiten beziehen soll.

Der stellvertretende Polizeisprecher Polizei Oberts Kissana Phathanacharoen bestätigte später, dass es sich um ein Gespräch zwischen Polizei General Chakthip und seinem Stellvertreter Polizei General Wirachai Songmetta handelte, der den Fall von Anfang an bearbeitet hatte.

In dem Clip wurde Polizei General Chakthip von Polizei General Wirachai gewarnt, dass das Metropolitan Police Bureau den Fall ebenfalls bearbeitet. Er sollte daher beiseite treten und auf den Bericht des Büros warten.

Man hörte auch, wie Polizei General Chakthip sagte, dass ein Polizei General keine Befehle von einem „Polizei Generalleutnant“ entgegennehmen wird und dass Polizei General Wirachai nichts tun sollte, was seinen Chef dazu bringt, das Vertrauen in ihn zu verlieren.

Der Polizeichef sagte ihm auch, er solle keine Pressekonferenzen mehr über den Fall abhalten, weil es so aussähe, als ob die Schießerei auf das Auto von Big Joke im Voraus geplant gewesen wäre.

 

Ein Beauftragter der Einwanderungsbehörde zeigt, wie das biometrische Identifikationssystem am Flughafen Don Mueang funktioniert, nachdem behauptet wurde, das System sei ineffizient. (Foto von Pattarapong Chatpattarasill)

Polizei General Wirachai gab gestern am Donnerstag zu, ein Telefongespräch mit Polizei General Chakthip geführt zu haben. Er lehnte es jedoch ab zu sagen, ob der Polizeichef ihm befohlen hatte, den Fall abzuschaffen.

Der stellvertretende Ministerpräsident Prawit Wongsuwon hat am Donnerstag ebenfalls auf den Konflikt zwischen Generalleutnant Surachate und General Chakthip reagiert und ihnen gesagt, sie sollten „die Luft reinigen“, bevor der Konflikt außer Kontrolle gerät.

Polizei General Chakthip befindet sich derzeit auf einer Auslandsreise, berichten die lokalen Medien.

Generalleutnant Surachate war ein enger Mitarbeiter von General Prawit und wurde als einflussreich für die Polizei angesehen. Er wurde jedoch letztes Jahr ohne Angabe von Gründen in eine zivile Position als Berater des Ministerpräsidenten gezwungen.

Die Spekulationen haben laut der thailändischen Presse jetzt ergeben, dass dies mit der Anschaffung des biometrischen Systems zu tun hatte.

In einer ähnlichen Entwicklung forderte die Anwältin Sittra Biabangkerd, die am Donnerstag beim NACC eine Beschwerde über das biometrische System einreichte, die Anti-Graft Agentur dazu auf, Polizei General Chakthip und drei andere hochrangige Polizeibeamte über die Beschaffung des biometrischen Systems zu befragen.

Polizei General Wirachai berichtete, dass die Gerichtsmediziner am Donnerstag alle acht Kugeln gefunden hätten, die auf das Auto von Polizei Generalleutnant Surachate abgefeuert worden seien. Die Ermittler versuchen nun zunächst, die Art der Waffe zu bestimmen, die bei den Schüssen auf das Auto von Big Joke verwendet wurde, sagte er.

 

  • Quelle: Bangkok Post