Regierung will Thaicom-Satelliten zurückkaufen

Es gebe Probleme mit dem Satelliten, weil die Rothemden diesen verwendeten, um falsche Informationen via den UDD-Kanal „People Channel“ im TV auszustrahlen. Wenn Rothemden-Führer von einer Bühne aus agitieren und 10.000 Zuhörer haben, spiele dies nur eine untergeordnete Rolle. Die nationale Sicherheit sei aber bedroht, wenn Rothemden-Sendungen landesweit über diesen Satelliten ausgestrahlt werden und demnach mehr als 10.000 Menschen erreichen.

Der Thaicom-Satellit war von Thaksins Firma Shin Corp an die Firma Temasak in Singapur verkauft worden. Der Verkauf war ein Skandal und führte nicht zuletzt zu politischen Unruhen und gipfelten in dem Militärputsch, mit dem Thaksin gestürzt wurde. Thaksin wurde vorgeworfen, ein Stück Thailand verkauft zu haben, er hatte aus dem Verkaufserlös keine Steuern bezahlt, er und seine Familie bereicherten sich an dem Verkauf.

Gespräche werden seitens der Regierung offensichtlich bereits seit April mit Temasak geführt. Dort hieß es, man wolle den Vorgang prüfen. Juti Krairikish, der neue Telekommunikationsminister bestätigte, daß Gespräche geführt werden. Auch Juti ist der Meinung, daß es sich bei dem Satelliten um ein Stück Thailand handele: „Ich würde gerne den erwischen, der die Firma verkauft hat und ihm dann eine Kopfnuß verpassen“, sagte Juti.

Thepthai Senpong, Sprecher der Demokratischen Partei, meinte, es gäbe drei Wege. Entweder wird der Satellit von einem staatlichen Unternehmen gekauft, man richtet einen Fonds ein oder man verwendet der Einfachheit halber einen Teil von Thaksins beschlagnahmten Vermögen in Höhe von 46 Milliarden Baht.

Nach der Ankündigung stiegen die Aktienkurse von Thaicom, die Oppositionspartei Phua Thai wirft der Regierung vor, den Kauf nur erwähnt zu haben, um den Kurs zu manipulieren, einige Politiker hätten an den Aktien schon verdient… bp