Bangkok: Durchgreifen der Polizei?

Als nächstes könnte die Polizei die Phitsanulok Road im Visier haben, die ebenfalls von den Protestlern besetzt wird. Wann diese geräumt werden soll, steht aber noch nicht fest, weil die Regierung nicht jede geplante Operation öffentlich verkünden könne, wie Vize-Premierminister Suthep Thaugsuban erklärte.

Premierminister Abhist sagte, die Regierung wolle jede Straße für den Verkehr freigeben, die von den Gelbhemden-Demonstranten besetzt wird.

Am Morgen des 28. Februar gegen 5.30 Uhr begann die Räumung der Ratchadamnoen Nok Avenue. Es dauerte etwa eine Stunde, die Straße von Zelten und Demonstranten zu befreien.

PAD-Führer Chamlong Srimuang kommentierte: „Das ist erst der Anfang ihrer Bemühungen, die Demonstration aufzulösen. Wir haben das erwartet.“ Er forderte seine Leute auf, sich ruhig zu verhalten. Die Regierung würde bei derartigen Bemühungen selbst das Signal geben, wann mit verstärkten Protesten seitens der PAD zu rechnen sei.

Auf einer Pressekonferenz am 28. Februar berichtete die Polizei, sie habe zwei PAD-Demonstranten verhaftet, die in Besitz einer Schußwaffe waren. Die Protestler stritten das ab und teilten mit, sie hätten sich rein zufällig in der Nähe des Demonstrationsgebietes befunden.

In einer weiteren Entwicklung droht die Sondereinheit der Polizei, DSI, damit, bei Gericht die erneute Verhaftung der kürzlich freigelassenen Rothemden-Führer zu beantragen, wenn diese an der geplanten Großdemonstration der UDD am 12. März teilnehmen.

Es habe bei der Freilassung der sieben Rothemden-Führer nach Hinterlegung einer Kaution klare Bedingungen des Gerichts gegeben. Dazu gehöre laut DSI auch, daß die sieben bei Demonstrationen nicht auf einer Bühne stehen und Reden halten dürfen, weil dies als Anstiftung zur Unruhe ausgelegt werden könnte. Die sieben sollten sich im klaren darüber sein, so die DSI, daß sie nicht denselben Status hätten wie UDD-Führer Jatuporn Promphan, der als Abgeordneter Immunität genießt. bp, tr