Selbst am Strand sind Touristen vor den Jet-Ski-Vermietern nicht mehr sicher

pp Phuket. Am Dienstag wurde am Strand von Kata eine junge Frau, die sich im Schatten der Ufermauer auf ihre Matte gelegt hatte, von einem rücksichtslosen Jet-Ski-Verleiher mit einem Jeep überfahren. Laut Augenzeugen war genügend Platz vorhanden und der Jeep hätte ohne zu Rangieren eine 360 Grad Wende machen können.

Ein Augenzeuge berichtete der Phuket Gazette, dass am Dienstag ein Jet-Ski-Verleiher einen Jet-Ski auf einem Anhänger zum Meer brachte. Nachdem er das Gerät an der Wasserlinie abgeladen hatte, begann er mit seinem Jeep und dem leeren Anhänger zu rangieren. Dafür lag aber nach Aussagen des Zeugen überhaupt kein Grund vor.

Der Mann hätte genügend Platz gehabt, um mit dem Jeep und dem Anhänger eine 360 Grad Wende zu machen. Stattdessen rangierte er den Anhänger über die Beine der im Schatten liegenden Frau.

Der Präsident des Kata-Karon Jetski Club, Herr Jirawut Veerakarn erklärte nach dem Unfall: „Zum Glück wurde die Frau bei dem Unfall nicht schwer verletzt. Sie hatte nur leichte Prellungen an den Beinen“. Die Frau wurde zur weiteren Behandlung sofort in das Bangkok Hospital Phuket gefahren. Dort wurde die Frau versorgt und später wieder entlassen. Sie soll am nächsten tag bereits schon wieder am Strand gelegen haben.

Offensichtlich wollte man den Vorfall vertuschen und schaltete keine Polizei ein. Der Verursacher war der Meinung, dass die Frau nicht ernsthaft verletzt wurde und dass er deshalb keine Polizei einschalten musste.

Wie Herr Jirawut anschließend erklärte, wurden aufgrund des Vorfalls die Richtlinien für die Jet-Ski-Betreiber erneut geändert. „Es wir nun einen Bereich am Strand geben, an dem die Jet-Ski be- und entladen werden. Die Zone wird besonders gekennzeichnet und extra abgesperrt. Andere Fahrzeuge sind am Strand verboten und haben dort nichts zu suchen“, sagte er weiter.

„Wir werden den Bereich mit Seilen und Bojen markieren so dass es klar ist, wo die Touristen einen Jet-Ski mieten können und welchen Bereich sie zum Sonnenbaden vermeiden sollten. Ich werde auch die Betreiber darauf hinweisen, beim Transport ihrer Geräte langsam und vorsichtig zu fahren. Sie müssen vorsichtig fahren und mindestens eine Person dabei haben, die das Rangieren beobachtet“.

Der Gemeindeleiter von Karon wusste von dem Unfall noch nichts und erfuhr erst von der Presse davon. Er versprach, sich um den Vorfall zu kümmern und sich für mehr Sicherheit am Strand einzusetzen.

„Die Hochsaison steht vor der Türe“, sagte er. „Wir müssen sicherstellen, dass wir den Touristen aus der ganzen Welt saubere und sichere Strände anbieten können“.

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