Todesfälle von ausländischen Touristen haben um 54 Prozent zugenommen

Todesfälle von ausländischen Touristen haben um 54 Prozent zugenommen

Bangkok. Das Büro zur Vorsorge und Unterstützung von Touristen hat laut einem Bericht der BangkokPost festgestellt, dass im vergangenen Jahr 83 ausländische Touristen in Thailand gestorben sind. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Anstieg um 54 Prozent.

Dabei stieg die Zahl der verletzten Personen auf 166. Das ist gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 160 Prozent.

Diese Zahlen wurden anhand der Angaben der landesweit zehn Büros des Ministeriums ermittelt. Nun möchte das thailändische Ministerium für den Tourismus der Sache auf den Grund gehen und verstehen, warum die Zahlen so drastisch angestiegen sind.

Unter den 83 Todesfällen kamen 34 Personen bei Verkehrsunfällen ums Leben, neun Personen wurden beim Schwimmen oder durch Bootsunfälle getötet, sechs Menschen starben aufgrund von angeborenen Krankheiten, vier Menschen verübten Selbstmord und 30 Personen kamen durch andere Ursachen ums Leben.

In dem Bericht wurden gleich mehrere riskante Badestellen für Touristen aufgezählt. Dazu gehören der Tawan Strand auf Ko Lan (Pattaya/Chonburi) und der Chaweng Strand auf Ko Samui (Surat Thani).

Mu Koh Similan (Ko Phangnga) und Koh Hae (Phuket) wurden als Risikobereiche für Taucher aufgeführt.

Als gefährliche Straßen wurden die Autobahnen 1095 von Chiang Mai nach Pai im Bezirk Mae Hong Son, die Autobahn 118 von Chiang Mai nach Chiang Rai, die Autobahnen 2258 und 2296 nach Khao Khor (Phetchabun) und die Landstraße 4233 nach Karon (Phuket) genannt.

Am vergangenen Freitag zeigte sich Premierministr Prayuth Chan-ocha besorgt, nachdem erneut bei einem Schnellbootunfall zwei russische Touristen verletzt wurden. Prayuth forderte die Behörden auf, eine Lösung zu finden, um die Touristen im Land besser schützen zu können.

Bei einem Treffen am Dienstag wurde das Problem mit dem Ministerium für Tourismus und Sport, dem Handelsministerium, dem Ministerium für Information und Kommunikationstechnologie, dem Ministerium für Naturressourcen und Umwelt, dem Gesundheitsministerium, der Tourismusbehörde (Tourism Authority of Thailand), den Flughäfen in Thailand und der Abteilung der Fremdenverkehrspolizei erörtert.

Pongpanu Svetarundra, der Staatssekretär im Ministerium für Sport und Tourismus erklärte während der Tagung, dass Thailand seine Sicherheitsstandards für Touristen so schnell wie möglich aktualisieren und erhöhen muss.

„In der Vergangenheit haben wir uns nicht mit den Ursachen der Sicherheitsprobleme für die Touristen befasst. Von nun an müssen und werden wir uns ernsthaft mit der Frage der Sicherheit für die Touristen befassen“, betonte Pongpanu Svetarundra.

Die Studien über Unfälle im Wasser werden in Krabi durchgeführt. Dagegen werden die Daten über Straßenverkehrsunfälle in Chiang Mai gesammelt, sagte er weiter. Die Präsidenten der beiden Provinzen werden den Vorsitz des Forschungsausschusses übernehmen und ihre Berichte dazu voraussichtlich innerhalb von drei Monaten abgeschlossen haben, betonte er.

 

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