Erschütternde Szenen von den Passagieren des tödlichen Fährunfall in Ayutthaya

Erschütternde Szenen von den Passagieren des tödlichen Fährunfall in Ayutthaya

Ayutthaya. Ein Video in den sozialen Netzwerken, dass ein Überlebender des tödlichen Fährunfall in Ayutthaya kurz vor dem sinken des überladenen Schiffes aufgezeichnet hat, zeigt die verzweifelten Versuche der Passagiere, das sinkende Schiff zu verlassen.

Die Behörden sprechen mittlerweile von mindestens 27 Passagieren, die bei dem Unglück auf dem Chao Phraya ihr Leben verloren. Allerdings werden noch immer einige Personen als vermisst gemeldet. Vierundvierzig Passagiere wurden bei dem Unfall zum Teil schwer verletzt.

Mittlerweile wurden die Ursachen, die zu dem tödlichen Unfall geführt hatten, auf vier wesentliche Punkte festgelegt.

  • Das für 50 Personen zugelassene Passagierschiff soll bis zu 150 Personen an Bord gehabt haben.
  • Die Fahrerlaubnis des Steuermann zum Führen des Passagierschiffs war abgelaufen.
  • Das Passagierschiff geriet bei einem Überholvorgang (Die Behörden sprechen von einem Navigationsfehler) zu nahe ans Ufer und rammte einen dort unter Wasser stehenden Betonpfeiler. Der Betonpfeiler war durch das Hochwasser im Chao Phraya nicht zu sehen.
  • Es gab viel zu wenig Rettungsmittel (Schwimmwesten) für alle Passagiere an Bord.

Wie in der Rekonstruktion des Unglücks zu sehen ist, wollte der Kapitän des Passagierschiffs einen schweren Lastkahn der ebenfalls Flussabwärts unterwegs war auf der rechten Seite überholen. Dabei geriet er auf der Höhe des Tempels zu nah ans Ufer und rammte den unter Wasser liegenden Betonpfeiler.

Mittlerweile wurde das Unglücksschiff von zwei schweren Schwimmkränen soweit angehoben, dass es für weitere Untersuchungen in eine Werft geschleppt werden kann. Erst dann können die Ermittler weitere Fragen zu dem tatsächliche Schaden, der für das schnelle sinken des Schiffes verantwortlich gemacht wird, beantworten.

Das Unglücksschiff ist zwischenzeitlich an einem Trockendock angekommen und wird jetzt von den Experten untersucht.

Im Zuge der Tragödie hat Premierminister Prayuth Chan-OCHA das Innenministerium aufgefordert zu prüfen, inwieweit den Familien der Verstorbenen eine finanzielle Unterstützung zugesagt werden kann, berichtete die Bangkok Post.

Als Ausdruck seines Beileids an die Angehörigen der Opfer hatte Prayuth die zuständigen Behörden aufgefordert, die weiteren Operationen des verantwortlichen Unternehmens auszusetzen. Diese Maßnahme soll unabhängig davon durchgeführt werden, ob die Tragödie die Folge eines Unfalls oder aufgrund von Fahrlässigkeit passierte.

Alle beteiligten Stellen wurden weiterhin aufgefordert, bei der Überwachung der öffentlichen Bootstransporte mehr Sorgfalt an den Tag zu legen und die Maßnahmen zu verstärken, um noch mehr Boot Unfälle in der Zukunft zu vermeiden.