Australier kommt beim Parasailing auf Phuket ums Leben

Australier kommt beim Parasailing auf Phuket ums Leben

Phuket. Am Mittwochnachmittag entschied sich der 70 Jahre alte australische Staatsbürger John Roger Haisey am Strand von Kata zu einer der dort angebotenen Parasailing Tour hinter einem Motorboot. Seine Frau begleitete ihn und filmte das Abenteuer mit ihrer Video Kamera.

Zunächst legt ein Mitarbeiter der Parasailing Tour dem Australier am Strand von Kata das nötige Gurtzeug an und scheint dabei, wie in dem Video seiner Frau zu sehen, sehr sorgfältig vorzugehen. Als das Gurtzeug richtig zu sitzen scheint, bekommt der Australier von dem thailändischen Mitarbeiter der Tour noch eine Schwimmweste verpasst, die der Thai ebenfalls überprüft und schließlich zu knöpft.

Anschließend geht es einige Schritte weiter in Richtung Wasser, wo bereits ein Motorboot mit einer langen Leine auf den Tourist wartet. Herr Haisey bekommt offenbar noch ein paar wichtige Tipps und Informationen, bevor sein Gurtzeug von drei Mitarbeitern mit dem Schirm und dem vor dem Strand wartenden Motorboot verbunden wird.

Anschließend ist es soweit, und der Fahrer des Motorboots gibt Gas. Alles sieht perfekt aus, der Australier wird nach vorne gezogen, sein Schirm öffnet sich und langsam wird der Mann von dem Auftrieb des Schirms in die Höhe gehoben. Der Thai, der ihn die ganze Zeit betreut hat, schwingt sich hinter dem Australier ebenfalls in die Seile des Schirms und wird zusammen mit dem Australier in die Höhe und aufs offene Meer hinaus gezogen. Seine Frau filmt dabei die ganze Zeit weiter und zeichnet alles mit der Kamera aus.

Wenige Sekunden später scheint irgendetwas nicht zu stimmen und man kann anhand des Videomaterials sehen, dass eine der beiden Personen an dem Schirm offensichtlich ein Stück nach unten gerutscht ist. Kurz darauf fällt einer der beiden aus großer Höhe ins offene Meer. Wie Frau Haisey kurze Zeit darauf erfuhr, war es ihr eigener Mann, dessen Absturz sie mit der Kamera festhielt.

Zahlreiche Urlauber und Einheimische am Strand haben den Unfall ebenfalls bemerkt und laufen am Strand entlang und ins Wasser, um dem Australier zu Hilfe zu eilen. Sie konnten den Australier in der Brandung erreichen und an den Strand bringen. Hier kümmerten sich die Rettungsschwimmer sofort um den Mann und leisteten ihm erste Hilfe. Ein Rettungswagen war kurze Zeit an der Unfallstelle und brachte den Australier in das Krankenhaus in Patong.

Trotz aller Bemühungen der Ärzte konnten sie den Australier gegen 214.30 Uhr nur noch für Tod erklären. Er starb an seinen Verletzungen, die er sich bei dem freien Fall aus großer Höhe zugezogen hatte.

Der Mitarbeiter der Tour, der zusammen mit den Australier an dem Schirm hing und ebenfalls mit in die Höhe gezogen wurde erklärte später der Polizei, dass der Australier in der Luft an einem Haken gezogen habe und sich daraufhin sein Gurtzeug löste. Im selben Moment fiel der Australier anschließend in die Tiefe.

Die Ermittler der Polizeistation von Karon haben zunächst den Betreiber und den Mitarbeiter der Parasailing Tour verhört. Anschließend befragten sie auch die zahlreichen Augenzeugen am Strand zu dem Vorfall.

Wie die Ermittler den lokalen Medien berichteten, ist der Fall noch nicht abgeschlossen und wird noch weiter untersucht. Erst danach wollen die Offiziere entscheiden, ob sie gegen den Betreiber der Parasailing Tour eine Anklage wegen Fahrlässigkeit erheben.

  • Quelle: Stick Boy Bangkok