Der thailändische Einzelhandelsverband ist von den schlechten Perspektiven für 2020 betroffen

Der thailändische Einzelhandelsverband ist von den schlechten Perspektiven für 2020 betroffen

Bangkok. Der thailändische Einzelhandelsverband ist auch im kommenden Jahr von den schlechten Perspektiven, was vor allem auf die niedrigere erwartete Beschäftigungs- und Produktionskapazitäten, auf die Dürreperioden der vergangenen Monate, auf die Erhöhung des Mindestlohns und eine weiter anhaltende wirtschaftliche Abkühlung zurückzuführen ist, betroffen.

Worawoot Ounjai, der Präsident des thailändischen Einzelhandelsverbandes (TRA), sagte, dass sich die Kaufkraft der Verbraucher im Jahr 2020 aufgrund der relativ schlechten wirtschaftlichen Bedingungen voraussichtlich nicht wesentlich ändern werde.

„Die meisten Produktsegmente verzeichneten in diesem Jahr im Einklang mit dem BIP des Landes Anzeichen eines weiteren Rückgangs“, sagte Herr Worawoot gegenüber den lokalen Medien.

„Der Verband prognostiziert, dass der Einzelhandel in diesem Jahr (2019) nur um 2,8 % wachsen wird, nach 3,2 % im Jahr 2018“, fügte er weiter hinzu.

 

Der thailändische Einzelhandelsverband ist von den schlechten Perspektiven für 2020 betroffen

Der thailändische Einzelhandelsverband ist von den schlechten Perspektiven für 2020 betroffen

 

Herr Worawoot führte den schwachen inländischen Einzelhandelskonsum auch auf die niedrigen Preise für landwirtschaftliche Erzeugnisse zurück, die sich direkt auf das Einkommen der Mittel- und Niedrigverdiener auswirkten. Gleichzeitig macht sich aber auch eine relativ hohe Verschuldung der privaten Haushalte, das unbeständiges Wetter und der schleppende Immobilien- und Bausektor negativ bemerkbar, sagte er.

Laut Herrn Worawoot handelt es sich bei dem Segment, das noch ein gesundes Wachstum verzeichnen könnte, um die Supermärkte und Einkaufszentren, die sich an die gehobene Mittelklasse mit nach wie vor starker Kaufkraft richten. Dazu kommen auch noch die Verbraucher in den beliebten Tourismusdestinationen in Thailand, fügte er hinzu.

Der Gesundheits- und Schönheitssektor wuchs ebenfalls weiter, was auf den Einstieg neuer Akteure, den urbanen Lebensstil und die Ausweitung der Mittelschicht zurückzuführen sei.

Die Kaufhäuser seien besonders bei den führenden Marken aufgrund der Importzölle des Landes von geringer Kaufkraft und niedrigen Preisen stark betroffen, sagte Herr Worawoot.

Baumarkt, Haushaltsgeräte und Elektronik seien aufgrund der lauen Bau- und Immobilienbranche allerdings noch nicht wieder auf einem erfolgreichen Wachstumskurs, betonte er.

„Dennoch gibt es noch immer einige positive Faktoren, die die Einzelhandelsbranche im nächsten Jahr ankurbeln könnten, sei es durch die neuen Konjunkturmaßnahmen der Regierung im Rahmen der Steuer- und Geldpolitik, die Auszahlung von Haushaltsmitteln im Haushaltsjahr 2020 oder den weiter anwachsenden Tourismus im Land“, sagte Worawoot.

Langfristig dürften die Infrastrukturinvestitionen der Regierung in Höhe von mehr als 2,4 Billionen Baht, die das Schienen- und Straßennetz, die Tiefseehäfen, den Flughafenausbau und die Leitinitiative „Östlicher Wirtschaftskorridor“ (EEC) sowie Sonderwirtschaftszonen abdecken, den Einzelhandelsmarkt in der zweiten Hälfte des Jahres 2021ankurbeln, rechnet er.

Herr Worawoot sagte, dass eine klarere Erholung des Einzelhandels allerdings erst im Jahr 2022 erwartet wird. Der thailändische Einzelhandelsmarkt wird auf 3,8 Billionen Baht pro Jahr geschätzt.

 

  • Quelle: Bangkok Post