Bangkok: Die Wassermenge in Thailands größten Stauseen ist kritisch niedrig: Nur 13,789 Milliarden Kubikmeter von insgesamt 37,323 Milliarden Kubikmetern (19 %) können für den Verbrauch, die Landwirtschaft und den Schutz des Ökosystems genutzt werden, so die Nationales Wasser- und Klimadatenzentrum.
Die Situation im Westen ist äußerst besorgniserregend, da nur 13 % des derzeit in den Stauseen befindlichen Wassers genutzt werden können, verglichen mit 34 % im Süden, 30 % im Osten, 23 % im Nordosten und 19 % in der Zentralregion.
In den vier Hauptreservoirs des Landes, Bhumibol, Sirikit, Pasak Jolasid und Kwae Noi Bamrung Dan, könnten nur 4,551 Milliarden Kubikmeter (18 %) des Wassers genutzt werden, sagte das Zentrum und fügte hinzu, es bleibe abzuwarten, wie viel die Stauseen während der Regenzeit wieder aufgefüllt werden.

Das Zentrum weist darauf hin, dass das Einzugsgebiet des Chao Phraya während der Trockenzeit und zu Beginn der Regenzeit 12 Milliarden Kubikmeter Wasser benötigt, aber nur 4,551 Milliarden Kubikmeter zur Nutzung zur Verfügung stehen, sodass ein Defizit von 7,449 Milliarden Kubikmetern verbleibt. Die Regenzeit soll in den nächsten 140 Tagen enden.
Thailand ist am 23. Mai offiziell in die Regenzeit eingetreten, doch viele Provinzen im Norden und Nordosten leiden noch immer unter anhaltenden Dürre.
Beispielsweise ist der Wasserstand im Kwan Phayao See in der nördlichen Provinz Phayao auf einen kritisch niedrigen Stand gesunken. Das Royal Irrigation Department hat Männer und Maschinen eingesetzt, um Sedimente auszubaggern, damit der See bei Bedarf mehr Regenwasser aufnehmen kann.

Mittlerweile befinden sich nur noch 4,5 Millionen Kubikmeter Wasser im See, also nur noch 8,05 % seiner Kapazität.
In der nordöstlichen Provinz Udon Thani wurden die örtlichen Behörden angewiesen, in Erwartung einer längeren Dürreperiode und Wasserknappheit so viel Wasser wie möglich zu sparen.
- Quelle: Thai PBS World