BANGKOK. Thailands Nationales Komitee für die Verwaltung von Wanderarbeitern hat drei strategische Richtlinien verabschiedet , um den Arbeitskräftemangel des Landes zu beheben und das Problem der illegalen Arbeiter anzugehen. Ein Vorschlag für diese neuen Richtlinien soll demnächst dem Kabinett zur Genehmigung vorgelegt werden.
Arbeitsminister Phiphat Ratchakitprakarn gab dies nach einer Ausschusssitzung am Mittwoch bekannt und kommentierte, dass der anhaltende politische Konflikt in Myanmar zwischen der Militärjunta und ethnischen Rebellengruppen viele Menschen dazu veranlasst habe, auf der Suche nach Arbeit und Sicherheit nach Thailand zu fliehen.
Allerdings flohen viele Menschen ohne ordnungsgemäße Papiere nach Thailand, was eine Gefahr für die nationale Sicherheit darstellt.
Phiphat bemerkte auch, dass einige Arbeiter aus Myanmar, deren Arbeitsverträge ausgelaufen seien, sich aufgrund der Unruhen in ihrem Heimatland entschieden hätten, nicht zurückzukehren.
Darüber hinaus haben viele Wanderarbeiter aus verschiedenen Ländern ihre Dokumente nicht rechtzeitig erneuert, was sie illegal macht . Um diese Herausforderungen anzugehen, hat das Komitee vereinbart, Wanderarbeiter zu unterstützen, indem es illegale Arbeiter aus Myanmar, Laos, Kambodscha und Vietnam registriert.
Das Komitee erwägt außerdem, die Arbeitserlaubnis von zwei Millionen Wanderarbeitern zu verlängern, deren Aufenthaltserlaubnis am 13. Februar 2025 ausläuft. Diese Arbeiter würden im Rahmen einer Absichtserklärung eine Verlängerung um zwei Jahre erhalten.

Darüber hinaus schlägt das Komitee eine Änderung des Gesetzes über Saisonarbeiter vor, um die lokalen thailändischen Landwirte während längerer Wachstumsperioden zu unterstützen, wenn es zu einem Mangel an Arbeitskräften kommt.
Ziel dieser Gesetzesänderung ist es, die Zahl der Zonen zu erhöhen, in denen Wanderarbeiter vorübergehend arbeiten dürfen. Zudem soll die Dauer der Genehmigung von drei auf sechs Monate verlängert werden. Außerdem soll der Ladenbesitzer in die Liste der Berufe aufgenommen werden, in denen vorübergehende Beschäftigung möglich ist.
Der Leiter des Arbeitsministeriums (DoE), Somchai Morakotsriwan, erklärte, dass das Ministerium plane, den Vorschlag demnächst dem Kabinett vorzulegen, und fügte hinzu, dass Arbeitnehmer mit illegalem Aufenthaltsstatus nach der Genehmigung durch das Kabinett einen Aufschub erhalten würden, berichtete die Bangkok Post.
- Quelle: Bangkok Post, The Thaiger