BANGKOK. Thaksin Shinawatra, Thailands ehemaliger Premierminister, muss heute in einem viel beachteten Fall von Majestätsbeleidigung ein richtungsweisendes Urteil beachten. Der Fall, in dem es um Anklagen nach Paragraph 112 des thailändischen Strafgesetzbuchs geht, hat nationales und internationales Interesse geweckt, insbesondere da der Urteilsspruch mit dem zweiten Jahrestag von Thaksins Rückkehr nach Thailand zusammenfällt .
Die Vorwürfe gehen auf das Jahr 2015 zurück, als Thaksin in Südkorea angeblich ein Interview gab, in dem er die Monarchie kritisierte. Dies führte zu Anschuldigungen sowohl nach dem Majestätsbeleidigungsgesetz als auch nach dem Computerkriminalitätsgesetz. Das umstrittene Interview führte zu einem Haftbefehl gegen ihn, doch Thaksin floh ins Ausland, kehrte aber Jahre später zurück, um weitere Haftstrafen zu verbüßen.
Das heutige Verfahren fand nach Ermittlungsarbeit und einer Reihe juristischer Manöver statt, darunter Thaksins Zurückweisung der Anklage und ein Plädoyer für Gerechtigkeit. Sein anhaltendes Leugnen veranlasste den Generalstaatsanwalt, weitere Ermittlungen einzuleiten. Dies gipfelte in der Anklageerhebung gegen Thaksin nach verschiedenen Rechtsvorschriften, darunter dem Computer Crimes Act und den Nationalen Sicherheitsbestimmungen. Unabhängig von diesen Entwicklungen legte Thaksins Rechtsstrategie unter anderem Berufung aus gesundheitlichen Gründen ein, was das Verfahren zeitweise verzögerte.
Nach seiner Rückkehr im August 2023 wurde Thaksin festgenommen und wegen anderer Rechtsstreitigkeiten inhaftiert. Trotz seiner früheren Verurteilungen wurde er vorläufig freigelassen, unter der Auflage, Auslandsreisen nur mit gerichtlicher Genehmigung zuzulassen. Das Strafgericht genehmigte diese Freilassung gegen Kaution und verlangte eine Kaution von 500.000 THB.

Die Beweisanhörungen begannen im Juli 2024 mit Zeugenaussagen sowohl der Staatsanwaltschaft als auch Thaksins Verteidigung, darunter auch prominente Zeugenaussagen von Thaksin und anderen namhaften Persönlichkeiten. Diese Anhörungen fanden hinter verschlossenen Türen statt, was auf die Brisanz des Falls hindeutet, berichtete Thai Rath.
Das Gericht tagt heute um 10:00 Uhr in einer angespannten Atmosphäre. Die möglichen Ergebnisse könnten Thailands politische Landschaft beeinflussen. Dies war ein entscheidender Moment nicht nur für Thaksin, sondern möglicherweise auch für Thailands Rechts- und Politiksystem. Die Entscheidung des Gerichts könnte weit über das Gerichtsgebäude hinaus nachhallen.
Das heutige Urteil, der Höhepunkt jahrelanger juristischer Dramen, fällt vor dem Hintergrund von Thaksins zweijährigem Rückkehrtag. Seine persönliche und politische Zukunft könnte von diesem wichtigen Urteil abhängen.
- Quelle: ASEAN Now, Thai Rath