BANGKOK. Gegen den ehemaligen Leiter des Bangkoker Untersuchungsgefängnisses wird ermittelt, weil er chinesischen, im Gefängnis inhaftierten „grauen Kapitalisten“ besondere Privilegien gewährte, darunter Besuche von schönen Frauen.
Nach der Versetzung des Direktors des Bangkoker Untersuchungsgefängnisses und 14 Wärtern hat die Strafvollzugsbehörde nun einen Ausschuss eingesetzt, um gegen sie zu ermitteln, weil sie dort inhaftierten chinesischen Graukapitalisten Sonderprivilegien gewährt haben, darunter Besuche von schönen Models, berichtete Amarin TV gestern Abend (20. November).
Herr Manop Chomchuen und diese Beamten wurden auf andere Positionen innerhalb der Abteilung versetzt, nachdem eine Razzia in diesem Gefängnis Fehlverhalten bei der Kontrolle und Behandlung von Gefangenen aufgedeckt hatte, wobei chinesische Häftlinge Einfluss auf die anderen ausübten, was zu Unzufriedenheit unter den dort einsitzenden Thailändern führte.
Berichten zufolge reichte ein thailändischer Häftling bei dieser Behörde und dem Justizministerium eine Beschwerde ein, dass chinesische Häftlinge Sonderprivilegien erhielten. Dazu zählten die Nutzung von Elektrogeräten wie Mikrowellen, Klimaanlagen und Wasserkochern sowie der regelmäßige Besuch von attraktiven Frauen, die offenbar Models waren.
Bisher wurden die Verantwortlichen dieses Gefängnisses bei Razzien der Behörde stets im Voraus informiert. Diese Razzia wurde jedoch von einer Sondereinsatzgruppe durchgeführt, die vom Generaldirektor der Strafvollzugsbehörde eingesetzt worden war.
Die Durchsuchung des Teams ergab, dass die drei Abteilungen mit chinesischen Gefangenen über zahlreiche Einrichtungen und elektrische Geräte verfügten. Sie fanden auch scharfe Gegenstände, darunter Messer und Feuerzeuge, die in Gefängnissen verboten sind, da sie als Waffen verwendet werden können. Die Feuerzeuge deuteten darauf hin, dass dort das Rauchen erlaubt war.
Es hieß außerdem, die chinesischen Gefangenen hätten thailändische Gefangene, die etwas Chinesisch sprachen, für Pflege und Unterstützung bezahlt. Sie teilten die drei Einheiten unter sich auf, wobei die Bandenführer in einer und die Untergebenen in den anderen untergebracht waren.

Die chinesischen Häftlinge gaben an, die Mikrowellen und andere Annehmlichkeiten seien gespendet worden und baten um deren Benutzung. Die Beamten erklärten, es sei schwierig, die Beziehung zwischen den besuchenden Frauen und den chinesischen Häftlingen zu überprüfen, da auch sie Ausländerinnen seien.
Neben der Einsetzung eines Untersuchungsausschusses für dieses Gefängnis hat der Leiter der Strafvollzugsbehörde seinen Stellvertreter beauftragt, ab Montag, dem 24. November, eine Inspektion durchzuführen und alle an der Betreuung chinesischer Gefangener beteiligten Beamten zu befragen. Zudem wurden verbotene Gegenstände entfernt und strengere Durchsetzungsmaßnahmen eingeführt.
- Quelle: Thai News Room