SONGKHLA. Das Katastrophenschutzzentrum für Überschwemmungen (EOC) berichtete am 29. November, dass schwere Überschwemmungen in acht südlichen Provinzen 162 Todesopfer gefordert haben. Songkhla verzeichnete mit 126 Toten die höchste Opferzahl. Die Behörden gaben an, dass der Wasserstand und die Niederschlagsmenge zurückgehen, doch das Ausmaß der Katastrophe belastet die lebenswichtigen Dienste weiterhin stark. Krankenhäuser, Versorgungsbetriebe und Rettungsdienste stehen angesichts der laufenden Wiederaufbaumaßnahmen unter Druck.
- Songkhla: 126 Tote
- Nakhon Si Thammarat: 9 Todesfälle
- Pattani: 7 Tote
- Satun: 5 Todesfälle
- Yala: 5 Todesfälle
- Narathiwat: 4 Todesfälle
- Phatthalung: 4 Todesfälle
- Trang: 2 Todesfälle
Die Regierung reagierte auf die Besorgnis der Öffentlichkeit über einen Beitrag des Gesundheitsministeriums, der die Vorbereitung von 400 Leichensäcken zusätzlich zu 1.500 von privaten Gruppen gespendeten Säcken zeigte. Beamte stellten klar, dass Krankenhäuser routinemäßig Leichensackreserven vorhalten und die gespendeten Säcke nicht speziell für die aktuelle Katastrophe angefordert wurden. Sie bestätigten, dass die gemeldete Zahl der Todesopfer die tatsächlich verifizierten Todesfälle widerspiegelt.
Während einer Pressekonferenz im Regierungssitz erklärte Regierungssprecher Siripong Angkasakulkiat, Minister Phadorn Prisanananthakul, Direktor des Katastrophenschutzzentrums für Überschwemmungen (EFOC), habe zivilgesellschaftliche Gruppen, darunter die Mirror Foundation, eingeladen, sich an den Wiederaufbauplänen für Songkhla zu beteiligen. Die Regierung dankte diesen Organisationen sowie allen anderen, die die betroffenen Gemeinden unterstützen. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Beschleunigung des Wiederaufbaus, sobald sich die Wetterbedingungen bessern und die Regenfälle nachlassen.
Die Behörden gehen davon aus, dass die restlichen Überschwemmungsgebiete innerhalb von drei bis fünf Tagen abgepumpt sein werden. Die Provinzwasserbehörde wurde angewiesen, die Trinkwasserversorgung umgehend wiederherzustellen. Premierminister Anutin Charnvirakul betonte, dass die Wasserversorgung auch bei anfänglich schwachem oder unklarem Wasserfluss wiederhergestellt werden müsse, wobei ein schneller Zugang für die Bevölkerung Priorität habe. Mehr als 80 % der Haushalte sind wieder mit Strom versorgt; bei rund 20.000 der 700.000 Haushalte steht die Wiederherstellung aufgrund von Sicherheitsprüfungen noch aus.

Die lokalen Verwaltungen auf Provinz-, Gemeinde- und Bezirksebene haben großangelegte Aufräumaktionen eingeleitet und lokale Abfallentsorgungsstellen eingerichtet, um die Wege für die Einwohner zu verkürzen. Der Abfall wird später zur Weiterverarbeitung zu zentralen Entsorgungsanlagen transportiert. Das Verkehrsministerium hat Fahrzeugumlagerungsstellen ausgewiesen, während das Nationale Wasserwirtschaftsamt in Abstimmung mit dem Landverkehrsministerium geeignete Flächen für die Lagerung prüft.
Das Thailändische Rote Kreuz rief dringend zu Blutspenden auf und berichtete, dass bisher nur 20 % des benötigten Blutkonservens für die von Überschwemmungen betroffenen Krankenhäuser geliefert wurden. Die Blutspendezentrale der Region 12 in Hat Yai, Songkhla, ist aufgrund der durch die Überschwemmungen verursachten Schäden an ihren Einrichtungen und Geräten weiterhin außer Betrieb. Mobile Spendeeinheiten sind aufgrund der laufenden Wiederaufbauarbeiten in den lokalen Büros nur eingeschränkt einsatzfähig, was die Versorgung der Krankenhäuser in Songkhla, Trang, Phatthalung, Satun, Pattani, Yala und Narathiwat beeinträchtigt.
Khaosod berichtete, dass der Nationale Blutspendedienst zwar Blut aus anderen Regionen schickt, die Vorräte für über 135 Krankenhäuser im Süden aber weiterhin kritisch niedrig sind. Spenden werden derzeit im Hauptzentrum an der Henri-Dunant-Straße sowie in Blutspendezentren in elf Provinzen entgegengenommen, darunter Chiang Mai, Khon Kaen, Chonburi, Hua Hin, Nakhon Si Thammarat und Phuket.
Wichtigste Erkenntnisse
- Überschwemmungen in acht südlichen Provinzen haben 162 Todesopfer gefordert, wobei Songkhla am stärksten betroffen ist.
- Mit sinkendem Wasserstand und zunehmenden Wiederherstellungsmaßnahmen werden die wichtigsten Versorgungsleistungen rasch wiederhergestellt.
- Das thailändische Rote Kreuz meldet einen akuten Blutmangel; bisher wurden nur 20 % des benötigten Blutvorrats erreicht.
- Quelle: Asean Now, Khaosod