BANGKOK. Premierminister Anutin Charnvirakul fordert alle Behörden auf, in höchster Alarmbereitschaft zu bleiben, die Aufräum- und Reparaturarbeiten in Hat Yai zu beschleunigen und sich auf mögliche starke Regenfälle im Dezember vorzubereiten, um erneute Überschwemmungen zu verhindern.
Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul erklärte am Samstag nach einer Unterrichtung über die Hilfsmaßnahmen in Südthailand, dass sich die Lage nun in eine umfassende Wiederaufbauphase bewege. Er hob hervor, dass bedeutende Fortschritte erzielt worden seien: Die Strom- und Wasserversorgung sei wiederhergestellt, und es stünden nur noch kleinere Reparaturen an den lokalen Systemen aus. Er betonte jedoch, dass die Behörden weiterhin die Versorgung der bedürftigen Bevölkerung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs priorisieren müssten.
Ein großes Problem sei der durch die Überschwemmungen entstandene Müllberg, sagte er. Der Müll sei aus den Häusern geräumt und entlang der Straßenränder aufgetürmt worden, wo er auf den Abtransport warte.
„Verliert nicht den Mut. Wir müssen den Menschen helfen, sicher in ihre Häuser zurückzukehren“, sagte Anutin und forderte die lokalen Behörden auf, die nächsten sieben Tage – insbesondere die Nachtstunden – dem Transport von Abfällen zu Entsorgungsanlagen zu widmen.
Im Bereich der öffentlichen Gesundheit wies er das Gesundheitsministerium an, für ausreichende Medikamente, Ausrüstung und Personal zu sorgen und auf durch Wasser übertragene Krankheiten, Infektionen und psychische Auswirkungen im Zusammenhang mit der Krise zu achten.
Bezüglich der Transportwege forderte der Premierminister Polizei und Verkehrsministerium dringend auf, wichtige Straßen, insbesondere Autobahnen, die für den Güter- und Personenverkehr unerlässlich sind, wieder vollständig zu öffnen. Er fügte hinzu, dass viele liegengebliebene Fahrzeuge bereits entfernt worden seien, die Behörden aber weiterhin Autos entfernen müssten, um Verkehrsbehinderungen zu vermeiden.
Anutin betonte zudem die Notwendigkeit einer schnellen Schadensbewertung der Häuser und wies darauf hin, dass Entschädigungen für Reparaturen gemäß den gesetzlichen Bestimmungen gewährt werden. Experten des Ministeriums für öffentliche Arbeiten und der Stadt- und Landesplanung wurden abgestellt, um gemeinsam mit der Katastrophenschutzbehörde die Bewertung zu beschleunigen und so eine zügige Auszahlung der Gelder für Wohnungsreparaturen zu ermöglichen.

Der Premierminister sagte, die Katastrophenstufe werde nun auf Stufe 3 (schwerwiegend) herabgestuft, betonte aber, dass alle Einsatzkräfte weiterhin voll mobilisiert bleiben müssten.
Das Handelsministerium hat bestätigt, dass es Konsumgüter zum Selbstkostenpreis oder darunter verkaufen wird, um die finanzielle Belastung der betroffenen Bevölkerung zu verringern. Anutin wies zudem die für die Registrierung von Hilfsgütern zuständigen Behörden an, unnötige Hürden abzubauen, wie beispielsweise die Anforderung von Fotokopien, die Menschen, die durch die Überschwemmungen Dokumente verloren haben, behindern könnten.
Abschließend warnte er, dass die Behörden das Wetter genau beobachten müssten: „Wenn es im Dezember wieder stark regnet, müssen wir vorbereitet sein.“
Er wies alle Einheiten an, Personal und Ressourcen in Bereitschaft zu halten, und betonte, dass die während der jüngsten Überschwemmungen eingesetzten Geräte für den Fall einer Wiederholung der Situation verfügbar bleiben müssten.
- Quelle: The Nation Thailand