SURIN. Der „Höhenvorteil“bei der Schlacht um den Hügel 350 treibt die Auseinandersetzungen entlang der umstrittenen Grenzregion an, schreiben Reporter der Washington Post.
Der Hügel 350 hat sich zum Brennpunkt der erneuten Kämpfe an der thailändisch-kambodschanischen Grenze entwickelt und erregt landesweite Aufmerksamkeit – nicht nur aufgrund seiner militärischen Bedeutung, sondern auch wegen der menschlichen Opfer. Dieser Artikel beantwortet zentrale Fragen und verdeutlicht, warum der Hügel 350 so wichtig ist.
Die Schlacht um Hügel 350
Hügel 350 ist nicht die offizielle Bezeichnung des betreffenden geographischen Merkmals, sondern eine taktische militärische Bezeichnung. Sie bezieht sich auf einen Hügel im Phanom-Dong-Rak-Gebirge, dessen Gipfel 350 Meter über dem Meeresspiegel liegt – und sich damit deutlich vom umliegenden Gelände abhebt, das durchschnittlich 200–300 Meter hoch ist.
Wo befindet sich Hügel 350?

Der Hügel 350 liegt in der Nähe der Ruinen von Prasat Ta Kwai in Surin, etwa 300 Meter westlich des alten Khmer-Sandsteinkomplexes. Das Gebiet befindet sich an der thailändisch-kambodschanischen Grenze, deren genauer Grenzverlauf weiterhin umstritten ist. Auf der in Thailand seit Langem verwendeten Karte im Maßstab 1:50.000 liegen sowohl der Tempel als auch der Hügel 350 auf thailändischem Territorium.
Am 8. Dezember gab die Armee bekannt, dass die kambodschanische Seilbahn zum Hügel 350, etwa 300 Meter westlich von Prasat Ta Kwai, erfolgreich zerstört worden sei. Am 15. Dezember eroberten thailändische Truppen die Ruinen von Ta Kwai zurück und hissten dort die thailändische Nationalflagge.
Warum ist Hügel 350 von strategischer Bedeutung?
Der Sprecher der Königlich Thailändischen Armee, Generalmajor Winthai Suvaree, bezeichnet Hügel 350 als entscheidend, da er einen „Höhenvorteil“ biete. Von dieser erhöhten Position aus können die Streitkräfte weite Gebiete überblicken, das Feuer lenken, Marschrouten kontrollieren und Nachschublinien unterbrechen. Jede Einheit, die Hügel 350 hält, kann das tiefer gelegene Gelände um den Ta-Kwai-Tempel effektiv beherrschen und die darunter liegenden Stellungen zu ungeschützten Zielen machen.
Was ist seitdem geschehen, und warum ist der Hügel noch immer umstritten?
Rund um Hügel 350 und den nahegelegenen Hügel 225 kommt es weiterhin sporadisch zu Gefechten. Die Zweite Armeeregion teilt mit, dass thailändische Truppen die Kontrolle über wichtige Gebiete, darunter Prasat Ta Kwai, aufrechterhalten, Verstärkungen blockieren und strategische Routen sichern, doch das unwegsame Gelände und die andauernden Gefechte erschweren die Operationen.
Bei einem Zusammenstoß, der am späten Dienstagabend ausbrach, kamen zwei thailändische Soldaten ums Leben. Sergeant Major 1st Class Samroeng Khlangprakhon wird für tot gehalten, der Tod von Private Phanuphat Saosa wurde bestätigt.
Die Leiche von Private Phanuphat wurde am Mittwoch gefunden, konnte aber noch nicht geborgen werden. Laut einer Quelle wurde die Leiche in der Nähe des gegenüberliegenden Hügelkamms entdeckt.
Videoaufnahmen kambodschanischer Soldaten zeigen, dass ihre Truppen auf dem Hügel stark befestigte Stellungen mit dicken Betonbunkern errichtet haben, die schwer zu zerstören sind.
Welche politische und strategische Bedeutung hat der Hügel?
Premierminister Anutin Charnvirakul hat sich in dieser Angelegenheit unmissverständlich geäußert und gesagt, Thailand „müsse“ den Hügel 350 sichern, wodurch dessen nationale Bedeutung für das Schlachtfeld unterstrichen wurde.
Gleichzeitig forderten die Kämpfe mehrere Todesopfer. Familienangehörige gefallener Soldaten, darunter auch Angehörige von Stabsfeldwebel Samroeng aus Buri Ram, drängten die Behörden, die Leichen schnellstmöglich zu bergen, damit die Bestattungsriten stattfinden können.
Seine Mutter sagte, sie sei am Boden zerstört, aber auch stolz darauf, dass ihr Sohn bei der Verteidigung der Nation gestorben sei.
Die Armee hat zugesagt, seine sterblichen Überreste zu bergen, sobald die Bedingungen dies zulassen, und dem Verstorbenen und seinen Angehörigen volle Unterstützung, Sozialleistungen und zeremonielle Ehren zugesichert.
- Quelle: Bangkok Post
