BANGKOK. Die Abteilung für Sonderermittlungen (DSI) hat einen bedeutenden Fall von kinderpornografischem Material, der mehr als 240.000 illegale Dateien umfasst, die über Telegram und VK verbreitet wurden, formell an die Staatsanwaltschaft übergeben. Dies ist ein wichtiger Schritt in Richtung Strafverfolgung und unterstreicht Thailands Engagement im Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern im Internet.
Die unter der Aktennummer 19/2568 registrierte Akte wurde am 22. Dezember 2025 der Staatsanwaltschaft im Büro des Generalstaatsanwalts in der Ratchadaphisek Road in Bangkok übergeben. Die Ermittler legten außerdem beschlagnahmte elektronische Geräte und weitere Beweismittel im Zusammenhang mit dem mutmaßlichen Verkauf und der Verbreitung von kinderpornografischem Material vor. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf organisierte Online-Aktivitäten, bei denen verschiedene Social-Media-Plattformen genutzt wurden, um Käufer zu erreichen und Inhalte zu verbreiten.
Der Fall geht auf eine Operation vom 21. Oktober 2025 zurück, bei der Beamte der DSI mehrere Objekte in der Provinz Krabi durchsuchten und einen Verdächtigen namens Chalerm festnahmen. Die Behörden werfen ihm vor, über ein VK-Konto namens „Ros Niyom“ und gleichnamige Telegram-Gruppen kinderpornografisches Material verkauft und verbreitet zu haben. Bei der Festnahme wurden mehrere elektronische Geräte sichergestellt, die mutmaßlich bei den Straftaten verwendet wurden.

Weitere forensische Untersuchungen förderten über 240.000 Dateien zutage, die mehr als 50 minderjährige Opfer betrafen. Das Material wurde in acht Online-Gruppen geteilt, darunter eine mit dem Namen „Save VIP“. Laut Ermittlern war diese Gruppe in 228 Unterordner unterteilt, die nach den in den Videos zu sehenden Personen benannt waren. Die Opfer waren Mädchen unter 18 Jahren, im Durchschnitt zwischen 14 und 16 Jahren; das jüngste identifizierte Opfer war 13 Jahre alt.
Nach Abschluss der Ermittlungen empfahlen die Beamten der DSI die Anklageerhebung in mehreren Fällen. Diese umfassen den Besitz und die Verbreitung von kinderpornografischem Material zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, die Einfuhr und Verbreitung von öffentlich zugänglichen obszönen Computerdaten sowie die Herstellung, den Besitz, die Verbreitung, die Einfuhr, die Ausfuhr oder den Umlauf von kinderpornografischem Material zu kommerziellen Zwecken. Das Verfahren befindet sich nun in der Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft.
Die Ermittlungen haben internationale Anerkennung gefunden. Am 19. Dezember 2025 traf Frau Séverine Leonardi, die kommissarische UNICEF-Repräsentantin für Thailand, im Justizministerium mit Justizminister Generalleutnant Rutthapol Naowarat zusammen. Sie gratulierte dem Justizministerium und der DSI zu ihren Bemühungen im Kampf gegen sexuellen Kindesmissbrauch und Ausbeutung und erörterte die weitere Zusammenarbeit im Bereich Kinderschutz und Kinderrechte in Thailand.
Thaitabloid berichtete, dass die Staatsanwaltschaft im nächsten Schritt die Akten und Beweismittel prüfen wird, um über die formelle Anklageerhebung zu entscheiden. Die Behörden haben angekündigt, die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und Kinderschutzorganisationen im weiteren Verlauf des Verfahrens fortzusetzen.
Wichtigste Erkenntnisse
- DSI hat am 22. Dezember 2025 einen umfangreichen Fall von kinderpornografischem Material mit über 240.000 Dateien an die Staatsanwaltschaft übergeben.
- Die Ermittler identifizierten mehr als 50 kindliche Opfer in organisierten Telegram- und VK-Gruppen, darunter auch Opfer im Alter von nur 13 Jahren.
- UNICEF lobte offiziell die thailändischen Justizbehörden für ihr Vorgehen und erörterte die laufende Zusammenarbeit im Bereich des Kinderschutzes.
- Quelle: Asean Now, Thaitabloid