BANGKOK. Der asiatische Währungsmarkt erlebt eine überraschende Wendung: Der südkoreanische Won und der thailändische Baht führen eine bemerkenswerte Veränderung der Handelstrends zum Jahresende an. Der Won hat sich in den letzten Handelssitzungen dank stützender Maßnahmen der koreanischen Behörden deutlich erholt, während der Baht, der sich zuletzt stark entwickelt hatte, aufgrund von Befürchtungen einer Intervention der thailändischen Zentralbank (BoT) nachgegeben hat.
Der Won erholte sich am Montag und übertraf damit andere Währungen. Grund dafür waren Exporteure, die Dollar verkauften, da sie mit einer anhaltenden Stützung des Won rechneten. Der Baht hingegen verzeichnete den größten Kursverlust seit sieben Monaten und bereitet den Marktteilnehmern Sorgen. Sie befürchten, dass die thailändische Zentralbank (BoT) Maßnahmen ergreifen könnte, um den Anstieg des Baht zu bremsen, was den Exporten schaden könnte.
Diese Dynamik spiegelt ein turbulentes Jahresende wider, das von Handelsstörungen und unerwarteten Zentralbankmaßnahmen geprägt war. Währungen wie die indische Rupie fielen aufgrund ungelöster Handelsabkommen mit den USA auf Tiefststände. Im Gegensatz dazu steuert der chinesische Yuan trotz offizieller Versuche, eine übermäßige Aufwertung einzudämmen, auf seine beste Performance seit fünf Jahren zu.
Korea hat kürzlich Maßnahmen zur Stützung des Won eingeführt, der angesichts internationalen Drucks die kritische Marke von 1.500 Won pro Dollar fast erreicht hatte. Diese Bemühungen haben die Währung deutlich entlastet, erklärte Mitul Kotecha, Experte bei der Barclays Bank.
Während Koreas Strategie den Won stützte, verzeichnete der Baht einen Rückgang von 1,2 %. Analysten führen dies auf die Befürchtung zurück, die thailändische Zentralbank (BoT) könnte nach dem Anstieg des Won ihre jüngste Stärke etwas dämpfen. Es wird erwartet, dass sich dieser Rückgang des Baht im nächsten Jahr fortsetzen wird.
Die Bewegungen auf den Edelmetallmärkten, die historische Höchststände erreichten, haben auch die regionalen Währungsschwankungen beeinflusst. Die neue Verordnung der thailändischen Zentralbank (BoT), die die Offenlegung bedeutender Devisentransaktionen vorschreibt, ist Teil einer umfassenderen Strategie zur Steuerung des starken Baht, der mit Goldgeschäften zusammenhängt, erklärte Gouverneur Vitai Ratanakorn.

Mitul Kotecha deutete laut Bangkok Post an, dass der unerwartete Baht-Verfall im nächsten Jahr zu einer breiteren Dollar-Erholung und einer Baht-Schwäche führen könnte, da die Wachstumsdynamik in der Region weiterhin schleppend sei.
Wichtigste Erkenntnisse
- Der südkoreanische Won erholt sich, nachdem die Behörden ihn gestützt haben.
- Der thailändische Baht gibt aufgrund von Befürchtungen über mögliche Interventionen der Zentralbank nach.
- Währungsschwankungen spiegeln breitere regionale Wirtschafts- und Handelsfaktoren wider.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post