BANGKOK. Thailand hat eine neue Steuerpolitik für alle online gekauften Importwaren eingeführt und die bisherige Befreiung für Produkte unter 1.500 Baht aufgehoben. Diese Änderung soll einen fairen Wettbewerb zwischen einheimischen und importierten Waren schaffen. Einfuhrzölle und Mehrwertsteuer werden nun ab dem ersten Baht des Warenwertes erhoben. Die stellvertretende Regierungssprecherin Lalida Persvivatana erklärte, diese Maßnahme werde Preisunterschiede verringern, die insbesondere kleine und mittlere Unternehmen (KMU) benachteiligen.
Früher gelangten viele Importwaren unversteuert nach Thailand, was zu unlauterem Wettbewerb für lokale Unternehmen führte. Auf den großen Online-Plattformen sind Steuern bereits in über 97 % der Preise enthalten, was den Kaufprozess für Verbraucher vereinfacht. Die Regierung arbeitet mit Plattformen wie Lazada, Shopee und Temu zusammen, um die Überprüfung importierter Produkte zu verbessern und die Einhaltung thailändischer Standards zu gewährleisten.
Aufgrund der neuen Steuerregelungen werden Preiserhöhungen erwartet, insbesondere im Bereich Mode und Bekleidung. Diese Produkte könnten sich dadurch um 20–30 % verteuern. Die Maßnahme soll jedoch zusätzliche Einnahmen von rund 3 Milliarden Baht generieren und damit das Problem der bisher unversteuerten Importe lösen, die sich im vergangenen Jahr auf etwa 30 Milliarden Baht beliefen.

Die Zollbehörde wird künftig verstärkt darauf achten, dass alle importierten Waren den thailändischen Industriestandards entsprechen und frei von illegalen Artikeln wie E-Zigaretten sind. Laut Bangkok Post ist diese Initiative Teil der umfassenderen Strategie Thailands, faire Handelspraktiken zu fördern und die Wirtschaft durch eine effektivere Regulierung des Importsektors anzukurbeln.
Wichtigste Erkenntnisse
- Thailand beendet die Steuerbefreiung für importierte Waren unter 1.500 Baht.
- Die Maßnahme zielt darauf ab, den lokalen Unternehmen Vorteile zu verschaffen und die gesetzlichen Standards zu erfüllen.
- Es werden zusätzliche Einnahmen in Höhe von rund 3 Milliarden Baht erwartet.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post