BANGKOK. Vertreter diplomatischer Vertretungen und internationaler Organisationen aus 17 Ländern beobachten das thailändische Referendum und die Wahl zum Repräsentantenhaus. Die Beobachtung dient der Bewertung des Ablaufs der Wahl, bei der erstmals ein nationales Referendum und eine Parlamentswahl am selben Tag stattfinden. Die thailändischen Wahlbehörden erklären, die Anwesenheit ausländischer Beobachter fördere die Transparenz und das internationale Vertrauen in den Prozess.
Die Aktivitäten begannen offiziell am 6. Februar im Grand Centre Point Prestige Hotel in Bangkok. Die Wahlkommissare Lerdrwiroj Kowattana, Sitthichot Inthrawiset und Anan Suwannarat nahmen an der Informationsveranstaltung für Beobachter ausländischer Wahlbehörden, internationaler Organisationen sowie Botschaften und Konsulate in Thailand teil. Das Referendum soll am selben Tag wie die Parlamentswahlen stattfinden.
Der Generalsekretär der Wahlkommission, Sawaeng Boonmee, begrüßte die Teilnehmer und erklärte, die Informationsveranstaltung diene dazu, ein klares Verständnis des rechtlichen Rahmens und der Verfahren für die Wahl und das Referendum zu vermitteln. Er wies darauf hin, dass vom 6. bis 9. Februar 2026 in Bangkok und Umgebung Wahlbeobachtungen stattfinden. Laut Wahlkommission werden diese Beobachtungen bereits zum 16. Mal durchgeführt und setzen damit eine Praxis fort, die im Jahr 2001 begann.
Offizielle Stellen betonten, dass die gleichzeitige Durchführung des Referendums und der Parlamentswahl ein Novum in der thailändischen Gesetzgebung darstellt. Die Wahlkommission bezeichnete dies als bedeutende und anspruchsvolle Aufgabe, die sorgfältige Vorbereitung und die strikte Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen erfordere. Die Behörden unterstrichen, dass der Prozess ordnungsgemäß, transparent und fair ablaufen müsse.
Insgesamt nehmen 44 Beobachter aus 17 Ländern und einer internationalen Organisation teil. Darunter sind Vertreter aus Australien, Belarus, Brunei Darussalam, Kolumbien, Georgien, Indien, Indonesien, Laos, Malaysia, den Malediven, Mexiko, der Mongolei, den Philippinen, Russland, Osttimor, der Türkei und Vietnam sowie des Internationalen Instituts für Demokratie und Wahlhilfe (International IDEA).
Die Wahlbeobachter wurden in drei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe besteht aus den ASEAN-Mitgliedstaaten, die zweite aus Ländern, die die thailändische Wahlkommission regelmäßig unterstützen und mit ihr Besuche austauschen, sowie aus International IDEA. Die dritte Gruppe umfasst weitere ausländische Botschaften in Thailand und internationale Organisationen, die die Wahl mit eigenen Mitteln beobachten, darunter die Botschaften Australiens, Kanadas und des Vereinigten Königreichs sowie das Asiatische Netzwerk für Freie Wahlen (ANFREL).

Thailändische Steuerzahler berichteten, dass das Beobachtungsprogramm vier Tage dauert. Zu den Aktivitäten gehören Rechtsberatungen am 6. Februar, die Beobachtung der Verteilung von Wahlmaterialien am 7. Februar, die Überwachung der Wahlvorgänge, der Stimmabgabe, der Auszählung und des Wahlschlusses am 8. Februar sowie eine Zusammenfassung der Ergebnisse am 9. Februar. Die thailändischen Behörden erklärten, dass ausländische Wahlbeobachtung international als Beitrag zur Legitimität der Wahlverwaltung und als Zeichen des guten Willens zur Gewährleistung glaubwürdiger Wahlergebnisse anerkannt wird.
Wichtigste Erkenntnisse
- Internationale Beobachter aus 17 Ländern überwachen die kombinierte Wahl und das Referendum in Thailand vom 6. bis 9. Februar 2026.
- Bei dieser Abstimmung finden zum ersten Mal nach thailändischem Recht ein Referendum und eine Parlamentswahl am selben Tag statt.
- Die Wahlbehörden erklären, dass der Beobachtungsprozess die Transparenz und die internationale Akzeptanz der Ergebnisse fördert.
- Quelle: ASEAN Now, Dailynews