BANGKOK. Die thailändische Regierung erwägt, Tankstellen um 22 Uhr zu schließen, allerdings nur, wenn der Nahostkonflikt die Treibstoffreserven kritisch beeinträchtigt. Laut Sarawut Kaewtathip, Generaldirektor des Energieministeriums, ist die Lage derzeit noch beherrschbar. Es werden Maßnahmen ergriffen, um die Treibstoffnachfrage im ganzen Land zu ermitteln und zu steuern.
Das Innenministerium hat die Provinzgouverneure und Energiechefs angewiesen, den Treibstoffbedarf zu ermitteln, um wirksame Maßnahmen zu entwickeln und größeren wirtschaftlichen Schaden zu verhindern. Berichte über Treibstoffknappheit an einigen Tankstellen haben lokale Behörden veranlasst, die Lieferungen genau zu überwachen, um Hamsterkäufe zu vermeiden. Sarawut betonte, es bestehe kein Grund zur Panik, da bei geringen Lagerbeständen umgehend Treibstofflieferungen organisiert würden.
Energieminister Auttapol Rerkpiboon gab bekannt, dass der staatliche Ölfonds, der Diesel subventioniert, derzeit täglich über eine Milliarde Baht verliert. Er merkte an, dass die Regierung angesichts der Lage des Fonds und der Weltmarktpreise ihr Vorgehen prüfe, die Subventionen aber vorerst beibehalten würden. Die Abhängigkeit des Landes von Ölimporten aus dem Nahen Osten mache es verwundbar, insbesondere wenn der Konflikt andauere.

Ministerin Suphajee Suthumpun versicherte den Bürgern, dass bei einer Verschärfung der Lage weitere Maßnahmen ergriffen würden. Sie rief die Bevölkerung dazu auf, von Hamsterkäufen abzusehen und betonte, dass die Vorräte weiterhin ausreichend seien. Die Regierung habe die Deckung des inländischen Ölbedarfs priorisiert, die meisten Exporte ausgesetzt, den Anteil von Biokraftstoffen erhöht und Staats- und Militärangehörigen das Arbeiten im Homeoffice empfohlen. Beamte erwägen mögliche Maßnahmen, wie beispielsweise eine schrittweise Erhöhung der Dieselpreise, um die steigenden Verluste des Ölfonds auszugleichen.
In einer damit zusammenhängenden Entwicklung beschlagnahmten die Behörden 26.800 Liter Diesel und Biodiesel in einem Lastwagen nahe der Grenze zu Myanmar, was die fortgesetzte Durchsetzung der Kraftstoffvorschriften verdeutlicht, berichtete die Bangkok Post.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post