BANGKOK. Thailands ehemaliger Premierminister Thaksin Shinawatra wird voraussichtlich im Mai nach Verbüßung von zwei Dritteln seiner einjährigen Haftstrafe auf Bewährung freigelassen, wie eine Quelle aus dem Justizvollzugsministerium mitteilte. Diese Nachricht kam nach einem Familienbesuch im Zentralgefängnis Klongprem ans Licht. Thaksins voraussichtliche Freilassung kann bereits nach Verbüßung von acht Monaten seiner Haftstrafe erfolgen.
Thaksin wurde am 9. September 2025 aufgrund eines Urteils des Obersten Gerichtshofs wegen Amtsmissbrauchs und Interessenkonflikts im Zusammenhang mit seiner Amtszeit vor 2006 inhaftiert. Nachdem er im August 2023 nach über 15 Jahren im selbstgewählten Exil ins Ausland zurückgekehrt war, wurde er verurteilt und zunächst zu acht Jahren Haft verurteilt, die später durch königliche Begnadigung auf ein Jahr reduziert wurden. Gemäß den Richtlinien der Justizvollzugsbehörde wird die Bewährungsfähigkeit anhand seines Verhaltens und der verbüßten Haftzeit beurteilt, wobei vierteljährliche Überprüfungen stattfinden.
Während des Besuchs in dieser Woche erklärte Thaksins Schwiegersohn, Pidok Sooksawas, dass Thaksin guter Dinge sei und sich über die politischen Entwicklungen und das aktuelle Geschehen gut informiere. Thaksin sprach den Kandidaten der Pheu-Thai-Partei Mut zu und bekundete sein Beileid zum tragischen Kranunfall in Nakhon Ratchasima, bei dem 32 Menschen ums Leben kamen. In Anwesenheit von Medienvertretern und Anhängern übermittelte Pidok Sooksawas Thaksins Beileidsbekundungen.

Thaksin wird voraussichtlich im Mai auf Bewährung freigelassen, sofern er die Voraussetzungen, darunter einwandfreies Verhalten, weiterhin erfüllt. Seine mögliche Freilassung entspricht den vom Justizvollzugsministerium gemäß den Bestimmungen von 2019 festgelegten Verfahren. Diese Entwicklung wird von Befürwortern wie Kritikern aufmerksam verfolgt, die über mögliche Auswirkungen auf die politische Landschaft Thailands spekulieren, berichtete die Bangkok Post.
Wichtigste Erkenntnisse
- Thaksin Shinawatra könnte im Mai nach Verbüßung von acht Monaten seiner Haftstrafe auf Bewährung freigelassen werden.
- Durch ein Urteil des Obersten Gerichtshofs und eine königliche Begnadigung wurde sein ursprüngliches Strafmaß zuvor von acht Jahren auf ein Jahr reduziert.
- Thaksin bleibt eine bedeutende Figur in der thailändischen Politik, und sein Fall stößt weiterhin auf großes öffentliches Interesse.
- Quelle: ASEAN Now, Bangkok Post