BANGKOK. Die Polizei hat ein von einer Familie geführtes Sex Erpressungs-Netzwerk zerschlagen, das mehrere Männer mittleren Alters durch Drohungen im Zusammenhang mit einem minderjährigen Mädchen um mehr als acht Millionen Baht gebracht haben soll. Drei Verdächtige, darunter eine Mutter und ein Stiefvater, wurden am 12. Januar 2026 aufgrund von Haftbefehlen des Strafgerichts festgenommen.
Die Festnahmen wurden am 15. Januar 2026 von Generalleutnant Nattasak Chawanasai, dem Leiter des Zentralen Ermittlungsbüros, zusammen mit hochrangigen Beamten der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels bekannt gegeben. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Frau Chompoonuch (36), Herrn Boonrit (57) und Herrn Kannaret (49). Ihnen werden unter anderem die Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung, Erpressung und Geldwäsche vorgeworfen.
Der Fall begann, nachdem vier Opfer bei der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels Anzeige erstattet hatten und angaben, über die Dating-App OMI kontaktiert worden zu sein. Laut Polizeiangaben nahm Frau Chompoonuch online Kontakt zu potenziellen Opfern auf, baute durch romantische Gespräche Vertrauen auf und vereinbarte persönliche Treffen.
Die Ermittler stellten fest, dass die Gruppe mutmaßlich auch Frau Chompoonuchs leibliche Tochter, die nur als „Frau A“ bezeichnet wird und 14 Jahre alt ist, in die Machenschaften verwickelt hatte. Laut Polizei wurden Treffen in mehreren Provinzen, darunter Ang Thong, Sukhothai, Kanchanaburi, Phetchaburi und Bangkok, vereinbart, wodurch die Straftaten grenzüberschreitend sind.

Laut Polizeioberst Korakiet Wutthijanong befragte die Mutter das Mädchen nach jedem Treffen, ob es zu sexuellen Handlungen gekommen sei. Bestätigte sich dies, kontaktierten Frau Chompoonuch und Herr Boonrit angeblich das Opfer und behaupteten, das Mädchen sei minderjährig. Sie forderten Zahlungen von bis zu 2 Millionen Baht, um einer Strafverfolgung zu entgehen.
Die Polizei gab an, dass das Netzwerk klare Rollen verteilte, um den Druck auf die Opfer zu erhöhen. Herr Kannaret soll sich als Polizeisuperintendent einer Wache in der Provinz Ayutthaya ausgegeben haben, während Herr Boonrit behauptete, der leibliche Vater des Mädchens zu sein, obwohl er ihr Stiefvater war.
Finanzermittlungen ergaben, dass die Gruppe mehrere Opfer erpresst und insgesamt mehr als 8 Millionen Baht erhalten hatte. Laut den Behörden wurde das Geld durch den Kauf von Gold, Fahrzeugen und Grundstücken gewaschen.
In den Provinzen Kanchanaburi und Sing Buri wurden an drei Orten Durchsuchungen durchgeführt. Die Beamten beschlagnahmten Bankbücher, Grundbuchauszüge, 40 Goldketten mit Amuletten, Mobiltelefone und eine Schrotflinte. Der Wert der beschlagnahmten Vermögenswerte beläuft sich auf über 4 Millionen Baht.
Khoasod berichtete, dass alle Verdächtigen die Vorwürfe bestritten und zur weiteren Strafverfolgung an Ermittler der Abteilung zur Bekämpfung des Menschenhandels übergeben wurden. Polizeigeneralleutnant Nattasak warnte die Öffentlichkeit zur Vorsicht bei der Nutzung sozialer Medien und Dating-Apps und wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche Opfer von Online-Kriminalität, einschließlich Menschenhandel, werden könnten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Die Polizei hat drei Verdächtige festgenommen, die beschuldigt werden, ein 14-jähriges Mädchen benutzt zu haben, um von Opfern über 8 Millionen Baht zu erpressen.
- Die Gruppe soll eine Dating-App benutzt, sich als Polizisten ausgegeben und mit rechtlichen Schritten gedroht haben, um Geld zu fordern.
- Die Behörden beschlagnahmten Vermögenswerte im Wert von mehr als 4 Millionen Baht und führen weiterhin Gerichtsverfahren gegen die Verdächtigen durch.
- Quelle: ASEAN Now, Khaosod